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Ratgeber

Oldtimer: Darauf müssen Sie beim Kennzeichen achten

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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
24.03.2017

Zahlreiche Vereine stecken viel Herzblut in die Pflege von Oldtimer-Traktoren und fahren sie regelmäßig aus. Doch welches Nummerschild muss an die Zugmaschinen?

Das Bayerische Landwirtschaftliche Wochenblatt (Ausgabe 05/2016) klärt auf, welche möglichen Kennzeichen es für die Oldtimer-Traktoren gibt und wann sie angebracht werden müssen.

Grünes Nummernschild

  1. Grünes Nummernschild: Damit können land- und forstwirtschaftliche Betriebe Traktoren steuerfrei zulassen. Anhänger dürfen mit gleichem Nummernschild mitgeführt werden.
  • Vorteile: Steuerfrei, Anhänger zulassungsfrei, Halter muss nicht Besitzer des Schleppers sein.
  • Nachteile: Nur für landwirtschaftliche Zwecke (nicht für Oldtimertreffen, Ausfahrten etc.), Überrollbügel durch Berufsgenossenschaft gefordert.

Schwarzes Nummernschild

2. Das Schwarze Nummernschild ist eine normale Zulassung und nicht steuerfrei. Jeder mitgeführte Anhänger muss separat Zulassung, TÜV und Versicherung haben. Ein grünes Kennzeichen am Anhänger und ein schwarzes Kennzeichen am Schlepper ist nicht zulässig, umgekehrt schon.

  • Vorteile: Ist unabhängig vom Verwendungszweck zulässig.
  • Nachteile: Steuerpflichtig, Anhänger brauchen eigene Zulassung, TÜV und Versicherung.

Spezielle Oldtimer-Kennzeichen

3. Oldtimer Nummernschild (H): Das H-Kennzeichen bietet eine Steuerpauschale von 191 Euro pro Jahr. Alles Weitere wie beim schwarzen Kennzeichen.

4. Wechselkennzeichen für Oldtimer: Mit diesem Kennzeichen kann man bis zu zehn Fahrzeuge, die älter als 25 Jahre sind, TÜV-frei fahren. Für die Verkehrssicherheit des Fahrzeuges ist man selbst verantwortlich. Steuern und Versicherungsgebühren sind höher als bei einer normalen Zulassung und rechnen sich daher nur bei mehreren Oldtimern. Man darf immer nur ein Fahrzeug mit dem Kennzeichen auf öffentlichen Straßen bewegen.

  • Vorteile: Gilt für bis zu zehn Oldtimer, keine TÜV-Abnahme der Fahrzeuge notwendig.
  • Nachteile: Steuern und Versicherung sind teuer, polizeiliches Führungszeugnis erforderlich.

5. Mit dem Saisonkennzeichen wird der Traktor nur für einen vorher festzulegenden Zeitraum zugelassen. Die Betriebszeit für ein Saisonkennzeichen liegt bei mindestens zwei und höchstens elf Monaten im Jahr.

  • Vorteile: Die alljährlichen An- und Abmeldungen entfallen, man spart Steuern und Versicherung.
  • Nachteile: Der Traktor steht nicht das ganze Jahr über zur Verfügung.

Oldtimer: Traktor-Klassiker aus einer anderen Zeit

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