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Maschine des Tages

Profi-Schlitten: Fendt 724 Vario mit 1.000 Stunden für 150.000 Euro

von , am
07.12.2017

In vier Jahren hat ein Fendt 724 Vario in Profi-Plus-Ausstattung knapp 1.000 Betriebsstunden gesammelt. Unsere "Maschine des Tages".

Fendt 724 Vario im Schnee
© Dumfart Landmaschinen GmbH

Grün und rot hebt sich ein Fendt 700 Vario im technikboerse.com-Inserat von der weißen, österreichischen Schneelandschaft ab. Für den Winter ist der gebrauchte 724 Vario mit seiner Profi-Plus-Ausstattung gut gerüstet: Dazu gehören ein Vorwärmpaket, elektr. beheizte Weitwinkelspiegel, ein Evolution-Komfortfahrersitz und vieles mehr. 2013 wurde der Fendt gebaut, nun soll er mit knapp über 1.000 Betriebsstunden für 150.000 Euro verkauft werden.

Fendt 724 Vario: Die technischen Details

  • Motor: 6-Zylinder, 240 PS
  • Getriebe: stufenlos, bis 50 km/h
  • Reifen: 710/60-R30 hinten, 600/60-R30 vorne
  • Hydraulik: EHR, Front EHR, Frontsteuergerät, Load sensind, Power beyond
  • Sonst. Ausstattung: Frontzapfwelle, Vorbereitung für GPS-Lenkautomatik, Isobus, externer Kameraanschluss

Hier geht es zum Fendt 724 Vario auf technikboerse.com.

Der Fendt Vario 724 im Praxistest

Bewährt: Der 6,1 l große Deutz TCD 61. L6 ist bekannt - und bewährt. Die Prüfstandsperformance des Sechsenders ist ordentlich, Stärken zeigen sich dabei vor allem beim Drehmomentanstieg (satte 46 Prozent bei 38 Prozent Drehzahlabfall). Zudem bildet sich ein schönes Drehmomentplateau von 1.500 bis 1.300 U/min heraus. Der Drehmomentverlauf zwischen 2.100 und 1.700 U/min erfolgt nahezu linear - das verspricht im Einsatz Zähigkeit und geringe Tendenzen zum übermäßigem Drehzahlabfall. © Matthias Mumme/traction
Praxisgerecht: Die Messdaten des Dieselverbrauchs vor der Zapfwellenbremse sind durchschnittlich. Beachtet man jedoch den extrem niedrigen AdBlue-Verbrauch von nur 10,4 bis 11,9 g/kWh, relativieren sich diese Werte wieder. Zudem spielt der 724 Vario sein Potenzial vor allem im Fahrbetrieb in der Praxis - und in den PowerMix-Messungen der DLG - aus, wo mit aktiviertem TMS im Normalfall zwischen 1.850 und 1.250 U/min gearbeitet wird. Von der guten Abstimmung von Motor und Getriebe pro tierte unser Testkandidat auf dem Prüfstand nicht. © Matthias Mumme/traction
In nahezu allen Testzyklen des DLG PowerMix zeigte sich unser Fendt 724 Vario in puncto Kraftstoffeffizienz überlegen. Besonders stark setzt sich der Bayer im Bereich Zapfwellenarbeiten und gemischte Arbeiten (Zug, Zapfwelle, Hydraulik) vom Wettbewerbsumfeld ab. Der Referenzwert wurde aus zwei Traktoren der Leistungsklasse mit Abgasnorm Tier 4 final und fünf Traktoren mit Abgasnorm Tier 4i ermittelt. © Matthias Mumme/traction
Dank 52 Grad Lenkeinschlag, 5 Grad Nachlaufwinkel und kurzem Radstand wendet der 724 Vario sehr eng. Wir haben ohne Allrad 11,0 m und mit Allrad 12,0 gemessen. © Matthias Mumme/traction
Der optionale Frontkraftheber arbeitet nicht nur doppeltwirkend, sondern hat auch eine aktive Entlastung sowie eine Lageregelung mit genauer Höheneinstellung. © Matthias Mumme/traction
Die Kabine bietet für Fahrer und Beifahrer bequeme Sitze, und dank der hochgezogenen Frontscheibe mit 300-Grad-Wischer einen guten Blick auf die Palettengabel oder Frontladerschaufel. © Matthias Mumme/traction
Das kontraststarke Vario- Terminal mit 10,4 Zoll Bildschirmdiagonale lässt sich gut ablesen und abgesehen von Kleinigkeiten intuitiv per Touch oder mit dem Controller rechts vom Bildschirm bedienen. © Matthias Mumme/traction
Serienmäßig bringt der 724 Vario vier Zapfwellengeschwindigkeiten mit, die sich komfortabel per Folientaster vorwählen sowie zu- und abschalten lassen. © Matthias Mumme/traction
In der Lenkradkonsole hat man einen schnellen und direkten Zugriff auf die Anhängerstreckung (Bremse) und die Dämpfung sowie die Verriegelung für den Frontlader. © Matthias Mumme/traction
Das Parallelfahrsystem muss im Folienpanel in der rechten Armlehne aktiviert werden. Alternativ lässt sich das Lenksystem als einzelne Vorgewendemanagement- Sequenz programmieren. © Matthias Mumme/traction
Nach wie vor müssen die zwei Fahrbereiche des Getriebes für Feldarbeit und Straßenfahrt im Folienpanel manuell "geschaltet" werden. © Matthias Mumme/traction
Eine externe Bedienung für Hydrauliksteuergeräte gibt es nur links. Auch in der Optionenliste ist für die rechte Seite nichts zu bekommen. © Matthias Mumme/traction
Dank eines neuen Hinterachsgehäuses konnten nicht nur vier Zapfwellengeschwindigkeiten untergebracht werden. Die 700 Vario heben nun auch mehr. © Matthias Mumme/traction
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