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Starkes Rückgrat: John Deere 6000 und 6010 im Gebraucht-Check

Dieser Artikel ist zuerst in der traction erschienen.

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John Deere 6010 breit
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Matthias Mumme, traction
am
09.02.2017

Die Serien 6000 und 6010 verhalfen John Deere Mitte der 1990er-Jahre zur Marktführerschaft in Deutschland. Auch gebraucht sind die robusten Mannheimer noch gefragt.

John Deere 6010 transparent

Das Kernargument der Baureihen 6000 und 6010 von John Deere war seinerzeit der Brückenrahmen. Er

  • ermöglichte sehr hohe Nutzlasten
  • reduzierte das Leergewicht
  • senkte die Fertigungskosten
  • ermöglichte eine Vielfalt an Getriebeoptionen.

Zudem konnten Frontlader direkt an den Rahmen angeflanscht werden – ohne zusätzlichen Unterzug. Die Baureihe umfasste zunächst vier Modelle von 75 bis 100 PS – die allesamt von Vierzylindermotoren befeuert wurden.

  • Im 6100 handelte es sich um einen 4,5 l großen Sauger
  • Der 6200 setzte ebenso wie der 6300 auf einen 3,9 l großen Turbomotor.
  • Der 6400er wiederum bekam das größere 4,5 l-Aggregat, jedoch mit Aufladung.

Spätere Modelle und Getriebevariationen

Als Sechszylinder-Modelle folgten 1993 der 6600 und der 6800 mit längerem Rahmen, 5,9 l bzw. 6,8 l großem John Deere-Turbomotor mit 110 und 120 PS und schwererer Hinterachse. 1994 folgte dann noch der Typ 6506 mit den kompakten Maßen der Vierzylinder-6000er, aber sechs Töpfen (5,9 l in Saugausführung) unter der Haube. Der 6900 mit 130 PS aus 6,8 l wurde wiederum später nachgeschoben. 1997 folgte das Update auf die Serie 6010, die im Motorenbereich mit verbesserten Zylinderköpfen und neuen Kolben aufwarten konnten. Zudem war die Einspritzung nun elektronisch geregelt, wodurch die Motoren besser auf Lastwechsel reagieren konnten. Weiterhin waren dadurch elektronische Drehzahlspeicher möglich, und die Motoren konnten bei Drehzahlabfall mehr Leistung abgeben.

Im Bereich der Getriebe konnten Käufer zunächst auf SyncroPlus-Schaltgetriebe in verschiedenen Ausführungen zurückgreifen, sowie auf das PowrQuad-Lastschaltgetriebe. Mit dem 6010er-Update kamen PowrQuadPlus- und AutoQuad-Optionen dazu. Ab 2001 war vom 6410 bis 6910 auch ein stufenloses ZF-Getriebe als AutoPowr erhältlich.

Vorderachsfederung, Kabine und Hubkräfte

John Deere 6000/6010 gebraucht

Mit den 6010er-Modellen kam dann auch eine gefederte Vorderachse in der Optionenliste dazu, die zwar als etwas schwammig gilt, aber dennoch den Fahrkomfort erheblich verbesserte. Ansonsten setzte John Deere in puncto Komfort mit der neuen TechCenter-Kabine Anfang der 1990er-Jahre die Benchmark: Es gab massig Platz, einen für damalige Verhältnisse komfortablen Beifahrersitz. Zudem war das Geräuschlevel mit 74 db(A) extrem niedrig und nahezu auf Pkw-Niveau.

In Sachen Hubkräften waren die Vierzylinder-Modellen nicht gerade üppig ausgestattet. Die serienmäßigen 60 l/min waren hingegen für die untere Leistungsklasse okay, für die Sechszylinder aber nicht mehr ausreichend. Daher stand optional eine 96 l/min-Pumpe zur Verfügung – auf dieses Feature sollte man beim Gebrauchtkauf unbedingt achten. Die Ende 1997 eingeführten SE-Modelle mit abgespeckter Ausstattung boten übrigens nur 54 l/min, was für viele Arbeiten ausreichend, für häufigen Anhängerbetrieb oder den Einsatz mit Druckumlauf nicht unbedingt zu empfehlen ist.

Den ausführlichen Gebraucht-Bericht lesen Sie in traction Ausgabe Januar/Februar 2017.

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