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Traktoren

traction-Erstkontakt: Deutz-Fahr 6210 CShift

© traction
von , am
19.11.2014

Deutz-Fahr erweitert die Serie 6 um die Variante CShift und ein neues Topmodell, den 6210. Die traction-Redakteure konnten damit bereits beim Stoppelumbruch arbeiten.

Gute zwei Jahre nach Einführung der Agrotron Serie 6 präsentiert Deutz-Fahr eine neue Modellvariante: CShift. Hinter der Bezeichnung - ComfortShift - verbirgt sich das bekannte Sechsgang-Lastschaltgetriebe. Bei den neuen Modellen erfolgt der Gruppenwechsel allerdings elektrohydraulisch, die Lastschaltstufen sind wie gehabt teilautomatisiert. Ab dem Modell 6150 aufwärts ersetzen die CShift-Typen die bisherigen P-Versionen.

Flott dank günstigem Leistungsgewicht

Beim Blick unter die Motorhaube präsentiert sich der bekannte 6,1-l-Sechszylinder (genau genommen 6,057 Liter) mit vier Ventilen pro Zylinder und natürlich Commonrail-Einspritzung (maximal 1.600 bar). Das Aggregat mit Wastegate-gesteuertem Turbolader leistet bereits in den vier kleineren Typen gute Dienste und ist für seinen geringen Verbrauch bekannt (Deutz-Fahr 6160 P im DLG PowerMix; traction 3/2014).
Dazu kommt ein äußerst geringes Leistungsgewicht, das dem Schwaben zu viel Temperament auf Feld und Straße verhilft. Die traction-Tester haben den Schlepper bei der Stoppelbearbeitung mit einer 4,8 Meter breiten Gerätekombination eingesetzt, und waren vom Durchzug und der Zähigkeit des Sechsenders begeistert.
 
Niedrige Motordrehzahlen sind absolut kein Problem, im Bereich um 1.600 Touren beißt sich das Aggregat auch bei schwerem Zug richtig fest. Schaltet man runter (beziehungsweise lässt die Automatik runterschalten), geht der Motor sehr dynamisch wieder in der Drehzahl hoch und stemmt entsprechend mehr Leistung auf die Kurbelwelle.

Gangwechsel spielend leicht

Das CShift-Getriebe wirkte am Testschlepper bereits sehr gut abgestimmt und das "Kuppeln" mit dem neuen Multifunktionshebel ist sehr komfortabel. Dabei wird lediglich ein Sicherheitstaster an der Rückseite des PowerComS-Hebels gedrückt, und dieser gleichzeitig entweder nach vorn (höhere Gruppe) oder nach hinten (niedrigere Gruppe) gezogen.
Das bringt deutlich mehr Bedienerkomfort - schließlich war die alte Doppel-H-Schaltkulisse alles andere als präzise. Hydraulikleistung, Hubkräfte und Nutzlast passen. Der Fahrkomfort mit Vorderachs- und Kabinenfederung ist sehr gut. Punktabzüge gibt es für Verarbeitungsschwächen in der Kabine und den kleinen Tank.
Der vollständige Testbericht ist in traction November/Dezember 2014 erschienen.
 
Hier geht’s zum Probeheft: https://aboservice.dllv.de/traction-abo
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