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Traktoren

traction-Erstkontakt: Valtra S354

© traction
von , am
10.11.2014

Finnischer Motor, deutsches Getriebe, gebaut in Frankreich - mehr Europa in einem Traktor geht kaum. Vor Pflug und Grubber haben die traction-Redakteure getestet, was der Valtra S354 kann.

Finnischer Motor, deutsches Getriebe, gebaut in Frankreich - mehr Europa in einem Traktor geht kaum. Vor Pflug und Grubber haben die traction-Redakteure angetestet, was das zweitstärkste Modell der Baureihe kann und wie sich die schicken Finnen vom Wettbewerb unterscheiden.
 
Vor gut zwölf Jahren betrat Valtra mit der von oben bis unten mit High-Tech ausgestatten S-Großtraktorenserie absolutes Neuland. Dabei lief in Sachen Zuverlässigkeit nicht alles von Anfang an glatt, was der Baureihe zunächst nicht zum allerbesten Image verhalf. Doch dieses Thema gehört definitiv der Vergangenheit an, steht die S-Klasse doch schon seit der dritten Generation auf einer wesentlich solideren technischen Basis. Auf der Agritechnica 2013 stellte Valtra vor einem Jahr die neueste Evolutionsstufe seiner stufenlosen Großtraktoren vor. Die ersten Exemplare des S354 wurden dann im September 2014 in Deutschland ausgeliefert.

Komfort auf hohem Niveau

Lob gibt es vor allem für den Fahr- und Arbeitskomfort. Die Vorderachse mit zentralen Schmierpunkten ist hydraulisch gefedert. Sie bietet im Feld und auf der Straße guten Federungskomfort, ohne zu stark auszuschwenken. Auf den ersten Blick fällt die ausgeprägte Taillierung des Halbrahmens auf. Damit ist der Finne beeindruckend wendig. Die Beräderung geht bis 2,15 m auf der Hinterachse.
Damit und dank seines langen Radstands bringt der Schlepper seine Pferdestärken gut auf den Boden. Diese schöpft der Finne aus einem 8,4-l-Sechszylinder von AGCO Power. Das Aggregat erreicht bei 2.100 U/min Nenndrehzahl 235 kW / 320 PS Nennleistung. Unter Last bei Drehzahlabfall kommen nochmal bis herunter auf 1.900 Touren bis zu 30 PS obendrauf, und mit aktiviertem Boost (bei Zapfwellen-, Hydraulik- und Transportarbeiten und ) liegen sogar bis zu 272 kW / 370 PS an der Kurbelwelle an.

Getriebe von Fendt

Der finnische Sechssender bekommt wie gehabt das stufenlose ML260-Getriebe aus dem Allgäu an die Seite. Die zwei Fahrbereiche müssen per Knopfdruck manuell vorgewählt werden. 50 km/h Endgeschwindigkeit sind drin, natürlich bei reduzierter Motordrehzahl. Grundsätzlich bewegt sich die S-Serie im Automatikmodus, das heißt das Motor-Getriebe-Management regelt die Abstimmung von Motordrehzahl und Ausschwenkung der Hydromotoren im Getriebe.
 
Wer manuell fahren möchte (zum Beispiel bei Arbeiten mit konstanter Zapfwellendrehzahl), wird vielleicht einen Multifunktionshebel vermissen. Die Bedienung ist ansonsten etwas gewöhnungsbedürftig - zumindest wenn man andere Marken gewohnt ist. Hat man sich aber einmal damit vertraut gemacht, lernt man auch schnell nicht nicht so überschweifende Anzahl an Tastern, Knöpfen und Einstellmöglichkeiten zu schätzen. In Sachen Ausstattung bringt die S-Serie ansonsten schon im Basispreis eine lange Liste an Features mit. 
 
Den vollständigen 8-seitigen Testbericht lesen Sie in traction November/Dezember 2014.
 
Hier geht’s zum Probeheft: https://aboservice.dlv.de/traction-abo 
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