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Traktoren

Traktor im Test: John Deere 7310R mit AutoPowr und e23

von , am
16.01.2015

Bis zur Abgasnorm Tier 4i setzte John Deere auf eine "Nur Diesel"-Strategie. Der 7310R ist der erste grün-gelbe Großtraktor mit einer zusätzlichen SCR-Abgasreinigung. traction hat den Traktor sowohl als AutoPowr- wie auch als e23-Variante im Praxiseinsatz getestet.

 
Die 2013 von John Deere vorgestellte zweite Generation der 7R sollte vieles besser machen, was der vorangegangenen Generation noch nicht ganz gelungen ist. Dort gab es bekanntlich Probleme mit dem drückend arbeitenden Lüfter, der Schaltsoftware für das CommandQuad-Getriebe, aber auch der Zuverlässigkeit vor allem im Elektronikbereich. Die damals komplett neu entwickelte Baureihe schien etwas zu früh in den Markt eingeführt worden zu sein, zumal auch brandneue Features wie das ActiveCommand Steering viel Entwicklungsarbeit kosteten. Deshalb wurde nochmals viel in die Überarbeitung der Modelle investiert - und es hat sich ausgezahlt.

Neue 7R-Traktoren erfüllen Abgasnorm Tier 4

Im Topmodell der Baureihe arbeitet der 9,0-l-PVX/PSS-Sechszylinder von Deere Power Systems (DPS). Im 7310R erfüllt dieser bereits seit 2014 die Abgasnorm Tier 4 final mit SCR-Abgasreinigung zusätzlich zum Partikelfilter und zur externen gekühlten Abgasrückführung (EGR). Anders als bei der ersten Generation der 7R-Serie arbeitet der Lüfter saugend, und nicht drückend. Beibehalten haben die Konstrukteure den Boost, der sich bei Transportarbeiten oberhalb von 23 km/h und bei Zapfwellenarbeiten oberhalb 0,5 km/h zuschaltet.
 
Kraft des Reihenturbolader
 
Was das Aggregat mit Reihenturbolader an Power bringt, hat das DLG Testzentrum in Groß-Umstadt für traction gemessen: Auf dem Zapfwellenprüfstand brachte der Sechsender bei Nenndrehzahl 196 kW und
891 Nm an den Stummel - gute Werte. Auch der spezifische Verbrauch von 239 g/kWh (absolut 56 l/h) kann sich sehen lassen. Seine Maximalleistung erreicht das Aggregat bei ungefähr 1.800 Touren mit knapp 223 kW - das sind stolze 27 kW Überleistung bei günstigen 228 g/kWh. Auch mit 1.304 Nm maximalem Drehmoment bei 1.500 U/min muss sich der Ami nicht verstecken. Mit Boost kommt auf diese bereits guten Werte nochmal einiges drauf.

e23 Powr-Shift-Getriebe schlägt AutoPowr

Das von John Deere selbst entwickelte stufenlose AutoPowr mit Compound-Bauweise arbeitet mit drei Fahrbereichen. Die Bedienung ist bereits aus den Vorgängermodellen bekannt: Über das Drehrädchen auf dem AutoPowr-Stick wird eine Tempomatgeschwindigkeit für die zwei in der "Schaltkulisse" verfügbaren Geschwindigkeitsbereiche vorgewählt. Die traction-Tester kamen mit der AutoPowr-Lösung gut klar und fanden die Eingreifmöglichkeiten zur individuellen Geschwindigkeitsreduzierung teilweise sogar besser als mit Tempomatknöpfen.
 
Nicht so angetan waren sie jedoch allgemein von der Motor-Getriebe-Abstimmung und vom Reaktionsverhalten des Getriebes. Besser gefiel uns da schon das e23 PowrShift-Getriebe, über das traction bereits Ende 2013 in einem Fahrbericht schrieb und welches nun in der upgedateten Version ausgiebiger getestet werden konnte. Dieses weist auch den spürbar besseren Wirkungsgrad auf, was sich im Praxiseinsatz besonders vor dem Grubber in höheren Arbeitsgeschwindigkeiten und einem geringeren Kraftstoffverbrauch ausdrückte.
 
Aber auch vor der Kurzscheibenegge arbeitete das e23 PowrShift effizienter als das AutoPowr. Dies bestätigen auch die Messungen des DLG Testzentrums. Im Schnitt über alle PowerMix-Zyklen verbrauchte der 7310R e23 3,5 Prozent weniger Diesel als sein stufenloses Pendant - und bei schweren, langsamen Zugarbeiten sogar 6 Prozent weniger.
 
Die Testberichte und das abschließende Testurteil lesen Sie in traction Ausgabe Januar/Februar 2015
 
 
Weitere Traktor Vergleichstests:

John Deere 7250R e23: Optisch wenig, technisch viel Neues

 
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