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Traktoren

Traktor-Vergleichstest: Getriebe und Zapfwelle (Teil 3)

© Cord Leymann
von , am
27.10.2014

Modelle von Deutz, Fendt und Co. - Bei unserem Traktor-Vergleichstest haben wir sechs Traktoren der Klasse um 110 PS bewertet. Heute Teil 3: Getriebe und Zapfwelle.

Getriebe-Wahl je nach Einsatz: Der Same verfügt über eine interessante Stop&Go-Funktion. © Cord Leymann

Getriebe-Wahl je nach Einsatz

Drei unserer Traktor-Testkandidaten sind mit einem Schaltgetriebe und drei mit einem stufenlosen Getriebe ausgerüstet. Die Frage nach dem besten Getriebelässt sich nicht pauschal beantworten: Stufenlosen Getriebe bieten Vorteile, wenn es um die optimale Anpassung der Fahrgeschwindigkeit an die jeweilige Situation sowie um verschiedene Fahrstrategien geht. Es ist nicht grundsätzlich mit erhöhten Verlusten zwischen Motor und Reifen zu rechnen. Stufenlose Getriebe verteuern einen Traktor allerdings.
 
Bei Schaltgetrieben kann ebenso mit feiner Abstufung und Schaltautomatik ein hohes Niveau erreicht werden:
  • Wichtig: Bei der Wahl des Getriebes sind die jeweiligen Einsatzverhältnisse zu berücksichtigen. Anzumerken ist in diesem Zusammenhang, dass der Same über eine Stop&Go-Funktion verfügt. Bis zu einer Geschwindigkeit von 15 km/h kann der Fahrer einfach mit dem Bremspedal anhalten und wieder anfahren.
In der Tabelle 1 sind die wichtigsten technischen Daten zu den verschiedenen Getrieben der getesteten Traktoren aufgeführt.
 
 
Der Tabelle 1 sind auch die Zapfwellengeschwindigkeiten der Traktoren zu entnehmen. Der Kubota bietet hier nur zwei Möglichkeiten, während beim Same und beim Steyr zwischen vier Zapfwellengeschwindigkeiten gewählt werden kann.

Schaltung des Getriebes: Stufenlos ist überlegen

Unterschiedliche Ergebnisse gab es auch bei der Benotung der Getriebebedienung der geprüften Traktoren. Zwar hat es bei den Kupplungspedalen durchweg die Note gut gegeben, aber bei der Schaltung des Getriebes waren die stufenlosen Getriebe den Schaltgetrieben und hier insbesondere dem des Kubotas doch überlegen. Beim Kubota störte uns der etwas zu weit vorn angeordnete Hebel für die Gruppenschaltung.
 
Besonders gut hat uns dagegen bei dem Kubota die griffgünstig angeordnete Wendeschaltung gefallen. Hier erhielten aber auch der New Holland und der Steyr eine sehr gute Benotung, weil auf dem Wendeschalthebel auch noch andere Funktionen wie z.B. die Feststellbremse zu schalten waren. Beim Deutz-Fahr und beim Same konnte man über zusätzliche Tasten am Wendeschalter die Reversierintensität in fünf Stufen verstellen. Um zu sehen, ob es beim Schalten der Lastschaltstufen stärker ruckt, sind wir mit etwa zwei Drittel der Nenndrehzahl gefahren und haben dann geschaltet. Dabei wurde zwischen den drei Traktoren mit Schaltgetriebe kein nennenswerter Unterschied festgestellt.

Stufenlose Getriebe mit weniger Geräusch

Getriebegeräusche werden in der Regel als unangenehm empfunden. In diesem Punkt erhielten der Deutz Fahr, der Fendt und der New Holland bessere Noten als die drei Fabrikate mit Schaltgetriebe. Im Hinblick auf die Bedienung verschiedener Zapfwellenfunktionen wurden überwiegend gute bis sehr gute Benotungen abgegeben.

 

Nur beim Wahlhebel für die Zapfwellengeschwindigkeit gefielen uns die Kubota- und die Same-Lösung nicht so gut. Allerdings ist bei diesem Punkt zu beachten, dass ein Wechsel der Zapfwellengeschwindigkeit im Vergleich zur Ein-Aus-Schaltung nur relativ selten vorgenommen wird.

 

Alle Teile des Traktorentests in der Übersicht

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