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Traktoren

Traktor-Vergleichstest: Größe, Gewicht, Sicht und Licht (Teil 5)

© Cord Leymann
von , am
31.10.2014

Traktor-Vergleich in der Klasse um 110 PS: Wir haben insgesamt sechs Modelle von Deutz, Fendt und Co. getestet. Die Ergebnisse präsentieren wir Ihnen hier. Heute Teil 5: Größe, Gewicht, Sicht und Licht.

Der New Holland zählte zu den leiseren Traktoren. Das galt sowohl für die Geräusche in der Kabine als auch für die Außengeräusche. © Cord Leymann

Radstand relativ einheitlich

Ein Vergleich der technischen Daten der getesteten Traktoren zeigte, dass der Fendt die größte Traktor-Länge und der New Holland die größte Traktor-Höhe aufweist. In der folgenden Tabelle sind diese Daten im Detail aufgeführt. Es zeigt sich auch, dass es beim Radstand nur vergleichsweise geringe Unterschiede gibt.
 
Die Tabelle "Technische Daten und Messergebnisse zu Fahrwerk, Sicht, Licht und Geräuschen" können Sie sich hier herunterladen...

Traktor-Gewicht mit deutlichen Unterschieden

Deutlich größer waren die Unterschiede bei den Traktor-Gewichten. Mit nur 4.400 kg war der Kubota 2.000 kg leichter als der New Holland. Der wog immerhin 6.400 kg. Der New-Holland wies mit 10 t auch das höchste zulässige Gesamtgewicht auf. An den Gewichten zeigt sich wieder, dass dieser Traktor eigentlich einer anderen Leistungsklasse angehört.

Vorderachsfederung nicht immer dabei

Zur Bereifung ist festzustellen, dass hier beim serienmäßig ausgestatteten Kubota offensichtlich etwas gespart wurde. Natürlich kann man gegen Aufpreis bei diesem Fabrikat größere Reifen erhalten. Mit einer Vorderachsfederung lässt sich dieser Traktor, wie auch der Steyr, derzeit aber nicht ausrüsten. Die zählt auch beim Deutz Fahr und beim Same nicht zur serienmäßigen Ausstattung, sondern ist nur gegen Aufpreis lieferbar.

Wendekreis und Lenkung mit Besonderheiten

Im Hinblick auf den Wendekreis zeigen sich nur geringe Unterschiede.
  • Tipp: Hier sei auf das sogenannte Bi-Speed-System des Kubota hingewiesen. Durch eine automatische Erhöhung der Umdrehungsgeschwindigkeit der Vorderräder bei mehr als 35 Grad Lenkradeinschlag wird hier der Wendekreis um etwa 1,5 m verkleinert.
Auch im Bereich der Lenkung gab es bei einem der getesteten Traktor-Modelle eine besondere Entwicklung:
  • Tipp: Der Deutz-Fahr verfügte über eine sogenannte Schnelllenkung, bei der beispielsweise am Feldende mit der halben Anzahl an Lenkradumdrehungen der volle Lenkeinschlag erreicht werden kann. Das spart Kurbelei.

Sicht aus der Kabine und Traktorlicht

Bei der Sicht nach vorn-unten haben wir beim Steyr und beim Deutz Fahr überdurchschnittlich gute Werte gemessen, während bei der Sicht nach vorn-oben der Kubota den Bestwert erzielte.

Als etwas schwach erwies sich das Abblendlicht des New Holland. Wie sich später herausstellte waren hier allerdings die falschen Birnen montiert. Deutz-Fahr und Same boten sowohl beim Abblend- als auch beim Fernlicht mehr Helligkeit als die anderen Fabrikate.

Traktor-Kabinen: niedriges Geräuschniveau

Im Vergleich zu früher liegt das Geräuschniveau in der Kabine der heutigen Traktoren auf einem bemerkenswert niedrigen Niveau. Besonders geräuscharm ging es im Fendt, im Kubota und im New Holland zu. Geringer als in den Kabinen waren die Unterschiede in der Geräuschentwicklung bei Vorbeifahrt der Traktoren. Der Unterschied zwischen dem relativ lauten Kubota und dem relativ leisen New Holland betrug 4 dBA.

  • Wichtig: Bei der Bewertung dieses Ergebnisses ist zu bedenken, dass eine Erhöhung um 10 dBA vom menschlichen Ohr als eine Verdoppelung des Geräuschpegels empfunden wird.

Gemessen haben wir in den Kabinen auch die Heizleistung, also wie schnell die Traktor-Kabine bei maximaler Heizintensität warm wird. Mit einem Temperaturanstieg von 1,7 C pro Minute heizte der Kubota die Kabine wesentlich schneller auf als beispielsweise der Deutz Fahr oder der Same.

 

Alle Teile des Traktorentests in der Übersicht

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