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Landtechnik aus Fernost

Traktoren aus China für den europäischen Markt

hek
am
20.11.2015

Auf der Agritechnica gab es rund 100 Aussteller aus China. Neben dem Foton-Lovol Konzern schickt sich auch Zoomlion an, Traktoren auf den europäischen Markt zu produzieren. traction-Chefredakteur Matthias Mumme hat sich die Technik angesehen.

Auf der Agritechnica in Hannover verkündete der chinesische Maschinenabuer Foton-Lovol die Übernahme des Traditionsherstellers Goldoni in Modena und präsentierte eine neue Traktorenmarke speziell für den EU-Markt. Dort sollen die neuen Arbos vom Band laufen, denen in den kommenden zwei Jahren zwei weitere Serien von 140 PS bis 200 PS und von 200 PS bis 260 PS folgen werden. Nach eigenen Angaben produziert Foton-Lovol für den heimischen Markt im Jahr 100.000 Traktoren und 50.000 Mähdrescher, bei einem Gesamtumsatz 3,1 Milliarden Euro. Damit ist der Konzern in China Marktführer. Foton-Lovol hatte bereits den italienischen Anbieter MaterMacc, der auf Einzelkornsämaschinen und Bodenbearbeitungsgeräte spezialisiert ist, übernommen.

Auf der Agritechnica in Hannover stellte Lovol eine Studie des neuen Topmodells vor, das auch für den europäischen Markt konzipiert ist:

  • 260 PS Motorleistung
  • 7,14 l Deutz-Motor mit sechs Zylindern
  • Getriebe: Eigenentwicklung mit 60 Vorwärts- und 20 Rückwärtsgängen (fünf Gänge mit vier Stufen)
  • gefederte Carraro-Vorderachse

Traktoren von Zoomlion mit europäischen Komponenten

Der chinesische Technik-Hersteller Zoomlion ist bereits seit drei Jahren mit kleineren Traktoren auf dem europäischen Markt unterwegs. In Hannover stellte das Unternehmen nun auch neuen Modelle mit bis zu 160 PS vor. Die Komponenten kommen dabei teilweise aus Deutschland, wie ein 6,1-l-Motor von Deutz, der laut Zoomlion die Abgasnorm Tier V final erfüllt. Das Getriebe kommt von ZF.

Nach eigenen Angaben ist Zoomlion mit 4,2 Milliarden US-Dollar Umsatz in 2014 der größte chinesische Maschinenbauer und weltweit unter Top 6 weltweit.

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