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dlz-Dauertest

Traktortest: Steyr Multi kann mehr als vermutet

kompakttraktor Steyr multi 4115 mit Ladewagen Lely Tigo MR 60 Profi
Thomas Göggerle, dlz agrarmagazin
am
13.12.2016

Wendig, leicht und mit ordentlich Kraft an der Welle lief der Steyr Multi 4115 vor Ladewagen und Pflug. Mit Isobus rüstet sich der Multi für weitere Einsatzgebiete.

Kabine des Steyr Multi 4115

Mit dem Steyr Multi 4115 hatte die dlz nicht nur den Liebling aus St. Valentin auf dem Hof, sondern auch den stärksten Vertreter der Modellfamilie. Bei der Typenbezeichnung macht es Steyr seinen Kunden einfach: Dass der Traktor vier Zylinder und um die 115 PS Nennleistung hat, lässt der Schriftzug der Motorhaube erahnen.

Mit dem Stufe-3B-Motor schlürfte unser Test-Multi seine Vitamine ausschließlich aus dem Dieseltank. Im dlz-Langzeittest stellten die Testredakteure den Multi und seine Vielseitigkeit auf die Probe. Eine Saison lang mähte, pflügte, güllte und transportierte der Testtraktor. Eine Getriebebesonderheit der Multis: Die Zahnradbox wird vollständig in Österreich vom ZF-Steyr-Werk gebaut. Das 32/32-Getriebe bietet ein Powershuttle und vier automatisch schaltende Lastschaltstufen.

Multi spricht ISOBUS

Tablet mit Isobusfunktionen im Steyr Multi

Vor zehn Jahren noch schickte der ISOBUS ausschließlich Datenpakete durch Kabelbäume von Großtraktoren. Der Multi hält hier mit und bietet diese ISOBUS-Funktionalität für 100-PS-Traktoren an. Das können bisher nur wenige! Dafür notwendig ist ein Industrietablet mit einem Anschluss an der InCab-Dose.

Geteilter Schieberegler

Fahrer von Case IH oder Steyr kennen den geteilten Schieberegler auf der rechten Seitenkonsole von den Stufenlostraktoren. Die Erklärung ist einfach, aber ohne tun sich Multi-Fahranfänger schwer: Der linke orangefarbene Regler ist das manuelle Handgas. Der rechte Schieberegler verrückt den Schaltzeitpunkt der Lastschaltstufen und stimmt dadurch das Getriebe auf die gewünschte Schaltstrategie des Fahrers ein.

Mitfühlendes Fronthubwerk

Fronthubwerk mit elektronischer Fronthubwerksregelung EFH

Eine Besonderheit, die im CNH-Konzern nur die rot-weißen Traktoren aus St. Valentin bekommen, ist die elektronische Fronthubwerksregelung. Steyr führte die Technik bereits in den 90er ein („Meilensteine der Landtechnik“). Statt wie eine EHR im Heck auf Zugkräfte zu reagieren, steuert die Front-EHR die Unterlenker abhängig vom Auflagedruck. Sie ist also bestens geeignet für Frontmähwerke, Mulchgeräte, Kreisseleggen oder den Schneepflug.

Der vollständige Beitrag ist im dlz agrarmagazin Dezember 2016 erschienen, das Sie testen können.

Steyr Multi im Dauertest: Das Ergebnis in Bildern

Steyr Multi mit Ladewagen im Grünland
Motor des Steyr Multi
Kabine im Steyr Multi
Isobus-Tablet im Steyr Multi
Front des Steyr Multi
Heck des Steyr Multi
Steyr Multi im Einsatz
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