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Fahrbericht

Valtra N4 im Test

am Dienstag, 16.08.2016 - 11:00 (Jetzt kommentieren)

Die vierte Generation der Valtra N4-Serie verspricht Verbesserungen in Komfort, Hydraulik, Style und Bedienung. Das dlz agrarmagazin hat getestet, ob die Finnen halten, was sie versprechen.

Mit der vierten Generation der Valtra N4-Serie versprechen die Finnen vier Verbesserungen:

  • Mehr Komfort,
  • mehr Hydraulik,
  • mehr Style und
  • mehr Bedienvarianten.

Auf Hof und Acker konnten die Redakteure des dlz agrarmagazins dem Typ 154e in einem Kurzzeiteinsatz auf den Zahn fühlen. Ob sie die vier Versprechen bestätigen können, berichten sie in ihrer aktuellen Ausgabe Juli 2016.

Technische Details

Der Valtra N4 154e Active ist ein typisches Modell für viehhaltende Gemischtbetriebe: Mit 155 PS bietet er genügend Leistung für die Mähkombination und kompakte Maße für den Futtermischwagen.

  • Anzahl Zylinder: 4
  • Hubraum: 4,9 l
  • Nenndrehzahl: 2.200 U/min
  • Nennleistung: 155 PS (114 kW)
  • Max. Motorleistung: 165 PS (121 kW)
  • Max. Drehmoment: 700 Nm
  • Kraftstoff-/Harnstofftank: 235 l/45 l
  • Antrieb: Power-Shuttle mit 5 Lastschaltstufen
  • Geschwindigkeit: 50 km/h
  • Anzahl Gänge: 30/30
  • Fahrbereiche: 4 (A, B, C, D)
  • Fahrstrategie: auto, manuell, Pedal
  • Länge: 5,15 m
  • Höhe: 2,96 m
  • Breite: 2,50 m
  • Radstand: 2.665 mm
  • Wendekreis: 9 m
  • Leergewicht: 6,5 t
  • Zulässiges Gesamtgewicht: 11 t
  • Zulässige Achslast vorne/hinten: 5 t/8 t
  • Pumpensystem: Axialkolbenpumpe
  • Pumpenleistung: 115 l/min
  • Max. Hubkraft Heck/Front: 7,8 t/4,7 t
  • Grundpreis: 106.216€

Das fiel den Redakteuren auf

  • Breiter Ansaugrüssel für Frischluft an der linken A-Säule.
  • Statt unter der dicht bepackten Haube schnappt der Vierzylinder auf Kabinendachhöhe nach kalter Verbrennungsluft mit weniger Schmutz.
  • Das LCD-Display bringt sehr gute Kontraste ohne zu spiegeln.
  • Auf Wunsch gibt es die helle Kabine als Zweitürer mit vollwertigen Tritten.
  • Individuelle Schlüssel verriegeln die Valtra-Kabine und der Zündschlüssel passt für Motorhaube, Tankdeckel und Türen.
  • Auf der (ungewohnten) rechten Seite findet man den Blinker, der sich selbst zurückstellt.
  • Es gibt viel Platz nach hinten und der Sitz dreht um 180 Grad.
  • Klimaanlage und ein gekühltes Fach für 1,5-Literflaschen mit eigenem Kühlaggregat befinden sich in der angenehm leisen Kabine.
  • Eine LED-Leuchte in der Kabine dient als zusätzliche Aufstiegsbeleuchtung. Sie lässt sich vom Magnethalter abnehmen und als Taschenlampe nutzen.
  • Zwischen Haube und Kabine parkt der 270-Grad-Scheibenwischer.
  • Mit dem 5-Fach-Lastschaltgetriebe, der fein abgestimmten Getriebesoftware, der Berganfahrhilfe und er elektronischen Kupplung fährt sich der Valtra fast wie stufenlos.
  • Vorderachsschwinge und Motorhaube sind tailliert und geben den Reifen mehr Raum zum Manövrieren.
  • Die Allradautomatik schaltet nicht nach Lenkwinkel, sondern nach der Position des Hubwerks. Das gilt auch für die Differenzialsperre.
  • Wer den Notaus-Kfz-Stecker im Heck zieht, stoppt die Zapfwelle.
  • Das Dachfenster lässt sich aufstellen und gilt als Notausgang.
  • Für Arbeiten im Forst bietet die optionale SkyView-Kabine mehr Sicht nach hinten und oben.

Fazit

  • Der neue N4 kommt nicht nur mit tollen inneren Werten daher, sondern macht einen weiten Satz in puncto Komfort und Bedienung - Hauptbereiche, in denen sich Valtra-Vertriebler die meiste Kritik anhören mussten.
  • Valtra zeigt mit den Ausstattungsvarianten, dass man nicht die gesamte Liste der Optionen ordern muss, um einen Traktor mit viel Bedienkomfort für seinen Einsatzschwerpunkt zu bekommen. Manchmal bietet ein Kompromiss, einfach und clever umgesetzt, nahezu den gleichen Nutzen, nur günstiger.
  • Das Getriebe schaltet fein abgestimmt.
  • Die Automatikfunktionen wie HillHold sind ein wirklicher Komfortgewinn und machen das Fahren angenehm.
     

Valtras N-Serie im traction-Test

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