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Traktoren

VDMA: Deutsche Landtechnikindustrie steigert Umsatz um 14 Prozent

von , am
06.08.2012

Frankfurt am Main - Für die Hersteller von Traktoren und Landmaschinen am Standort Deutschland läuft es in diesem Jahr weiterhin hervorragend.

John Deere erzielt mit 997 Millionen US-Dollar Rekordgewinn im 3. Quartal. © Mühlhausen/landpixel
Im ersten Halbjahr konnten sie ihren Umsatz deutlich um 14 Prozent auf 4,40 Milliarden Euro steigern. "Nach dem außergewöhnlichen Schub im vergangenen Jahr wird 2012 damit ebenfalls ein gutes Jahr für die Branche werden", resümierte VDMA-Geschäftsführer Dr. Bernd Scherer das Umsatzergebnis.
 
Bis zum Jahresende rechnet der Fachverband unverändert mit einem Umsatzplus von fünf Prozent auf 7,4 Milliarden Euro. Für den deutschen Markt stieg die Fakturierung von Januar bis Juni um 9 Prozent auf 1,26 Milliarden Euro, das Exportgeschäft erhöhte sich um 15 Prozent auf 3,14 Milliarden Euro. Die Exportquote lag damit bei 71 Prozent.

Frankreich und Polen wichtige Abnehmer

Knapp zwei Drittel ihres Auslandsumsatzes erzielen die deutschen Hersteller in der Europäischen Union, mit Frankreich als wichtigstem Handelspartner. Die Phase der Hochkonjunktur hielt dort im ersten Halbjahr unvermindert an, sodass ein leicht überdurchschnittlicher Umsatzzuwachs für die deutschen Lieferanten möglich war. Ein weiterhin sehr starker Markt ist Polen, das aus Deutschland erneut ein Drittel mehr Landtechnik einführte.

Russland an zweiter Stelle im Exportranking

Besonders hoch war die polnische Nachfrage für Mähdrescher, aber auch für Geräte zur Düngung und Bodenbearbeitung. Außerhalb der Europäischen Union liegend, steht Russland unangefochten an zweiter Stelle der Exportmärkte. Der Umsatzzuwachs betrug für die deutschen Hersteller im ersten Halbjahr knapp über 30 Prozent. Im Exportgeschäft wird somit jeder zehnte Euro mit russischen Händlern fakturiert.

Neues Rekordhoch erwartet

Der deutsche Landtechnikmarkt wird nach dem Zuwachs 2011 auf 4,76 Milliarden Euro in diesem Jahr ein neues Rekordhoch erreichen. Die heimischen Landwirte und Lohnunternehmer investieren nach wie vor in neue Technik. Das Marktvolumen stieg im ersten Halbjahr nach vorläufigen Berechnungen des VDMA um etwa 15 Prozent auf 3,20 Milliarden Euro, wovon wertmäßig knapp 40 Prozent von Maschinen und Geräten aus deutscher Produktion stammen.

Landwirte investieren wieder

Die letzte Umfrage für das Investitionsbarometer Agrar im Juni ergab ein sehr positives Bild für die Landtechnikindustrie: Bis zum Jahresende wollen 15 Prozent der deutschen Landwirte und 23 Prozent der Lohnunternehmer in Landmaschinen investieren – ein Zuwachs von jeweils zwei Prozentpunkten im Vergleich zum Jahr 2011. Die Aufträge der Hersteller lagen von April bis Juni um sieben Prozent über dem Vorjahr, sodass für die kommenden Monate kein Umsatzrückgang zu erwarten ist.
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