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Traktoren

VDMA: Landtechnikindustrie bricht alle bisherigen Rekorde

von , am
01.02.2013

Frankfurt am Main - Mit einem neuen Spitzenwert hat die Landtechnikindustrie am Standort Deutschland das Jahr 2012 abgeschlossen.

Deutz-Motoren aus 2011 zeigen einen ungewöhnlich starken Verschleiß. © Same Deutz-Fahr
Die Hersteller von Traktoren und Landmaschinen erzielten laut VDMA Landtechnik einen Umsatz von 7,66 Milliarden Euro. Dies ist ein Zuwachs um 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das jetzige Niveau übertrifft somit auch den bisherigen Rekordwert von 2008 um zwei Prozentpunkte.
 
"Damit haben die Hersteller in Deutschland im weltweiten Branchenaufschwung des vergangenen Jahres gut abgeschnitten. Im europäischen Umfeld wurde mit diesem Wachstum der Spitzenplatz Deutschlands in der Landtechnikproduktion weiter ausgebaut", erläuterte der Vorsitzende des VDMA Landtechnik, Dr.-Ing. Hermann Garbers, bei Bekanntgabe der Zahlen.

Jeder zweite Traktor mit mehr als 120 PS

Umsatz der deutschen Landtechnik-Industrie.
Die Produktion von Traktoren erreichte mit 59.213 Einheiten etwa das Niveau von 2011, der Umsatz stieg um 5 Prozent auf 3,56 Milliarden Euro. Jeder zweite Traktor aus deutscher Produktion wurde mit einer Motorleistung von mehr als 120 PS (90 kW) ausgestattet.
 
Die durchschnittliche Motorisierung stieg leicht auf 146 PS (107 kW). Über dem Gesamttrend lag - besonders in der zweiten Jahreshälfte - die Umsatzentwicklung bei Grünfutter- Erntemaschinen, Geräten zur Bodenbearbeitung und Aussaat sowie im Bereich der Pflanzenschutztechnik.

Traktorhersteller setzen Umsatzimpuls

Umsatz der deutschen Landtechnik-Industrie in Mrd. Euro.
2012 hielt sich der Umsatz durchgängig über dem Vorjahreswert, wobei die Traktorhersteller mit einer Rekordproduktion im ersten Quartal einen besonderen Impuls setzten. Derzeit sind die Hersteller für durchschnittlich drei Monate ausgelastet; das Auftragsvolumen entspricht dem des vorherigen Jahres.
 
Aus diesem Grund rechnet der VDMA mit einer stabilen Umsatzentwicklung 2013, wobei die Nachfrage nach neuer Technik in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich ausfallen wird. Die größten Absatzmärkte sind nach wie vor Deutschland und Frankreich, gefolgt von Russland.
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