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agrarheute Traktortest

Video: Neuer Claas Arion 400 im Test

Claas baut sechs Modelle von den neuen Arion-400-Traktoren mit 90 bis 140 PS Nennleistung. Besonderheiten sind die Panoramakabine und viel Nutzlast. Kleine Änderungen verbessern Hubkraft, Hydraulik und Motorleistung. Unser Testvideo zeigt das Update der Traktoren im Detail.

am Freitag, 02.07.2021 - 17:00

Claas spendierte seinen Kompakttraktoren Arion 400 ein Update und damit mehr Leistung, sowie kleine Detailverbesserung. Welche das sind und wie sich das auf die Stärken der 400er-Baureihe auswirkt, zeigen wir in unserem Testvideo. Wir hatten mit dem Arion 470 das größte Modell im Test. Mit 155 PS Maximalleistung der Leithengst in der Arion-Herde.

Der Boost schiebt bereits ab 7 km/h und bei Zapfwellenarbeiten 10 PS nach. Den Leistungsnach-schlag gibt es aber nur für die beiden großen Modelle. FPT liefert den 4-Zylinder-Motor, der bei Nenndrehzahl 139 Pferdestärken frei. Er kommt ohne Abgasrückführung raus. Mit dem Wastegate-Ventil wäre noch eine Motorstaubremse möglich, die Claas aber nicht anbietet.

Die Kabine auf dem Claas Arion 400 ist besonders

Die Kabinen auf den Arion-Traktoren stützen ihr Dach immer auf sechs Pfosten. Claas bietet ein Niedrigdach und kommt unter die magische Grenze von 2,50 m. Wir saßen in der etwas höheren Panoramakabine des Arion 470. Die Kunststoffscheibe im Dach bietet ohne Zwischenholm perfekte Sicht auf Lader und ­Ladung. Tolles Detail ist der neu zusätzlichen Druckluftanschluss am Kabinenaufstieg. Den gibt es leider nur auf der rechten Seite.

Das Display im A-Holm zeigt den Getriebestatus an. Hier stellt der Fahrer die Wendeschaltung und die Hydraulik ein. Die Motor- und die Zapfwellendrehzahl wird auf dem schlichten Armaturenbrett angezeigt. Wir würden uns eine Drehzahlanzeige auf dem A-Holm wünschen.

Arion 400 mit viel Nutzlast und Fahrkomfort - und Nachteilen

Die gefederte Vorderachse mit Einzelradaufhängung bietet sie super Fahrkomfort. Mit zehn Schmiernippel je Seite und 50-Stunden-Intervalle ist die Wartung aufwendig.

Der Arion 400 darf jetzt mit 9 t zulässigem Gesamtgewicht prahlen. Damit man davon profitieren kann, gibt es auf Wunsch dickere Hydraulikzylinder im Heck mit 500 kg mehr Hubkraft. Gesamt stemmt der Kompakttraktor 6,25 t – das sollte in dieser Liga ausreichen.

Die Winkel der Unterlenkerhaken waren in der Vergangenheit ein Kritikpunkt und nervten beim Anbau. Claas formte die Streben jetzt Z-Förmig. Geräte anzubauen, soll jetzt einfacher gehen.

Frontlader und alles andere in einer Hand: Arion 400 Bedienung über Flexpilot-Hebel

Die Bedienung über den elektrischen Kreuzsteuerhebel auf der Armlehne hat uns sehr gut gefallen. Claas nennt den Hebel Flexpilot, auf dem die Wende- und Gangschaltung, das Heckhubwerk, die beiden Drehzahlspeicher und ein Hydraulik-steuerventil liegen.

Ein Sensor am Schnellkuppler erkennt jetzt, ob der Frontlader angebaut ist und sperrt die externe Bedienung des Hydraulikventils am Heck. Das soll vor Fehlbedienung schützen. Das elektrische Steuerventil im Heck lässt sich daher nur nutzen, wenn der Frontlader, oder zumindest der Schnellkuppler, abgebaut ist.

Was kostet der neue Claas Arion 400?

Der Grundpreis für den großen Arion 470 startet bei rund 105.000 Euro. Der Preis der Testmaschine inklusive Frontlader beträgt 132.000 Euro. Als Mindesteinsatz haben wir 862 Betriebsstunden im Jahr berechnet.

Als Zuchtziel für die Zukunft schreiben wir dem Claas Arion 400 ein Stufenlosgetriebe und ISOBUS ins Stammbuch.

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