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Überall spurgenau fahren

von , am
13.12.2013

Mit FarmRTK bietet AXIO-NET einen speziell auf die Bedürfnisse der Landwirtschaft zugeschnittenen Korrekturdatendienst für Lenksysteme. AGRARTECHNIK hat sich das Unternehmen angesehen.

Der Trend beim Ackerbau geht hin zu größerer Genauigkeit, zu RTK-Korrekturen. © Werkbild
Mehr und mehr Landwirte und Lohnunternehmer setzen automatische Lenksysteme ein. Die Kunden sind heute gut informiert und wissen die Vorzüge der hohen Lenkgenauigkeit zu schätzen. Einsparpotenziale bei Betriebsmitteln lassen den Bedarf im Bereich Lenksysteme bei den Kunden steigen. Unterstützend wirken Anwendungen wie die automatische Teilbreitenschaltung. Durch den Einsatz dieser GPS-Systeme öffnet sich auch vermehrt der Weg für automatisches Lenken. Dabei geht der Trend eindeutig hin zu größerer Genauigkeit, zu RTK-Korrekturen. Wenn einmal ein Lenksystem auf den Betrieben Einzug gehalten hat, wird es auch vielseitig genutzt. Viele neuere Schlepper sind heute bereits für den Einsatz vollautomatischer Systeme vorgerüstet.
 

Genauigkeit von zwei bis drei Zentimeter

Dirk Lehrig, RTK Produkt-Spezialist bei AXIO- NET. © AT
In der höchsten Ausbaustufe werden dann RTK (Real Time Kinematic)-Signale zur Korrektur benutzt, die eine Genauigkeit von zwei bis drei Zentimeter ermöglichen. Um auf dem Acker mit automatischen Lenksystemen die hohe RTK-Genauigkeit zu erreichen, gibt es verschiedene Möglichkeiten eine eigene feste Station, eine mobile RTK-Station oder aber RTK-Korrekturdaten aus einem Referenznetzwerk, welche per Mobilfunk übertragen werden. Großer Vorteil der letzten Möglichkeit ist die gleichbleibend hohe Genauigkeit sowie die flächendeckende Verfügbarkeit des Korrektursignals deutschlandweit.
 
Ein Anbieter in diesem Bereich ist AXIO- NET in Hannover. "Als Anbieter von Korrekturdaten und Mehrwertdiensten gehört die AXIO-NET GmbH heute zu den erfolgreichsten Unternehmen im Bereich der satellitenge- stützten Positionierung und Navigation", berichtet Dirk Lehrig, RTK Produkt-Spezialist bei AXIO-NET. "Wir betreiben ein Netz von über 400 Referenzstationen und ermöglichen mit unseren Korrekturdatendiensten eine wirtschaftliche und effiziente Nutzung der modernen Satellitentechnologie: jederzeit, an jedem Ort - unabhängig von der eingesetzten Hard- oder Software."

Funktionsweise

"Das auf dem Schlepper installierte Navigationssystem (GPS) wird mit den von uns berechneten Korrekturdaten gespeist, die via Mobilfunk auf diaschine übertragen werden. So kann dank FarmRTK in drei kurzen Schritten eine zentimetergenaue Spurführung erreicht werden", erläutert Lehrig. Zusätzlich zum GPS-Empfänger auf dem Traktor, dem Lenkorbitrol oder Lenkassistent und dem Bedienterminal braucht der Kunde dann nur noch ein Mobilfunkmodem in der Traktorkabine, um das RTK-Korrektursignal aus dem Netzwerk der Referenzstationen zu beziehen.
 
Auf dem Acker ist das Prozedere dann folgendes:
  • Der Landwirt wählt sich via GSM (Mobilfunk) oder GPRS (Internet) in den Korrekturdatendienst FarmRTK ein und sendet eine grobe Position des Schleppers mit einer Genauigkeit von ± 15 Metern an das AXIO-NET Rechenzentrum.
  • Im Rechenzentrum erfolgt die Datenauswertung und Berechnung der RTK- Korrekturdaten, die dann via GSM oder GPRS an den Schlepper draußen im Feld übertragen werden. "Der ganze Vorgang dauert nur wenige Sekunden", betont Dirk Lehrig. "Die nun erhaltene Genauigkeit liegt bei zwei Zentimeter in Echtzeit, so dass eine zentimetergenaue Positionierung und Steuerung möglich ist."

Verfügbare Satellitensysteme

FarmRTK arbeitet mit allen verfügbaren Satellitensystemen. Momentan sind das GPS, GLONASS und künftig auch das europäische GALILEO-System. Aufgrund des Referenznetzes, das aus über 400 einzelnen Referenzstationen besteht, sind die Daten unabhängig von Zeit und Ort verfügbar. Dank der Vernetzung lässt sich darüber hinaus auch die unterschiedliche Signalqualität innerhalb größerer Regionen kontrollieren.
 
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