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Umfrage: Händler bleiben auf Kosten sitzen

von , am
13.01.2012

Pro Betrieb und Jahr bleiben teils über 30.000 Euro Garantiekosten offen. Das hat eine Umfrage in punkto Garantieleistungs-Vergütungen ergeben.

Zwar hat sich die Situation seit der letzten Umfrage vor zwei Jahren etwas verbessert. Die erneute Blitzumfrage im Dezember 2011 offenbart jedoch nach wie vor himmelschreiende Ergebnisse.
 
"Wir sind nicht die Billigheimer der Nation, unsere Leute sind gut und hochqualifi­ziert, belastbar und ausbaufähig, wir geben Vermögen für Schulungen, Test­equipment und Werkzeug aus", echauf­fierte sich der Präsident des Bundesver­bandes LandBauTechnik, Ulf Kopplin auf der Mitglieder­Versammlung Ende November in Oberjoch. "Mit Verrechnungssätzen unterhalb von 40 Euro kann betriebswirtschaftlich kein halb­wegs vernünftiger Fachbetrieb hin­ kommen. Dies belegen doch alle be­triebswirtschaftlichen Analysen - die Betriebsvergleiche, die der Verband jährlich ermittelt, liefern ja die passenden Kennzahlen. Und mit den un­seren Mitgliedern zur Verfügung ge­stellten Kalkulationshilfen für die Spartenrechnung und den Verrech­nungssatz kann jeder Fachhändler sei­ner unternehmerischen Pflicht einfach und schnell nachkommen."

Um eine aktuelle Grundlage für die Dis­kussionen auf den Landtechnischen­ Unternehmer­Tagen (LTU) in Bamberg von 12. bis 13. Januar 2012 zu haben, beauftragten die Mitglieder deshalb den Bundesverband erneut eine Blitzum­frage zu machen. Direkt und über die Landesverbände sowie Innungen wird den Händlern per Mail zur Abfrage der Konditionen ihrer Lieferanten ein stan­dardisierter und detailierter Fragebogen zur Verfügung gestellt.

Traktorhersteller sind mehrere Schritte voraus

Auch wenn es nicht in allen Punkten und über alle Fabrikate hinweg der Fall ist, die Fullliner sind fast allen anderen Landtechnik­Herstellern gleich meh­rere Schritte voraus, was die Garantie­vergütungen betrifft - dies gilt vor allem für die Vergütungssätze. Die Um­frage­Teilnehmer geben für Case IH, Claas, Fendt, John Deere und New Hol­land an, von diesen immerhin schon über 45 Euro erstattet zu bekommen. Am besten sind scheinbar die Vertriebs­partner von Case IH und Steyr gestellt, die unisono angeben 47,9 Euro erstat­tet zu bekommen und bei denen auch die Diagnose und Rüstzeiten erstattet werden - die vorgegebenen Richtzeiten sind allerdings kaum zu schaffen, und bei der Erstattung der Fahrtkosten ha­pert es auch noch.
 
Ohne hier aber gleich zu viel vorweg zu nehmen: Daran, dass die Händler auf rund einem Fünftel ihrer Garantieleis­tungen hängen bleiben, hat sich im Grunde wenig geändert. Der Bundes­verband beleuchtet ja die Konditionen der den Landmaschinen ­Fachbetrieben von ihren Herstellern vergüteten Ga­rantiearbeiten in den jährlichen Be­triebsvergleichen ganz genau. So ist beispielsweise in 2008 jeder Händler durchschnittlich auf 20,8 Prozent seiner Garantiekosten, exakt berechnet waren es 32.962 Euro, sitzen geblieben.
 
Den kompletten Artikel finden Sie in der aktuellen Ausgabe der AGRARTECHNIK.
 
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