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Umfrage: Landwirte glauben an die Zukunft von Agrardrohnen

© landpixel
von , am
25.07.2014

In Deutschland sind laut Schätzungen um die 40.000 Hektar Mais vom Zünsler betroffen. Agrardrohnen mit Schlupfwespeneiern könnten das Problem lösen. So sehen es laut Umfrage zumindest die Mehrheit der Landwirte.

Amerikanische Entwickler sind begeistert von Agrardrohnen, aber können sich die unbemannten Fluggeräte auch hierzulande durchsetzen? © Mühlhausen/landpixel
Ferngesteuerte Fluggeräte könnten Kugeln mit verpackten Eiern der Trichogramma-Schlupfwespe aus der Luft verteilen und so zukünftig dem Maiszünsler Herr werden. Zumindest werden in Süddeutschland entsprechende Versuche mit Drohnen auf Maisflächen durchgeführt, berichtet das Deutsche Maiskomitee (DMK). Viele Landwirte sehen in der neuartigen Methode eine erfolgsversprechende Pflanzenschutzstrategie gegen den Maiszünsler.
 
Das ergab die aktuelle agrarheute-Umfrage. 51,5 Prozent (228 Stimmen) der Umfrageteilnehmer glauben, dass mithilfe der sogenannten Multikopter der Maiszünsler gezielt bekämpft werden könne.

Zweifel an breitem Einsatz

39 Prozent der teilnehmenden Landwirte (174 Stimmen) bezweifeln den Einsatz von Agrardrohnen zur Verteilung von Trichogramma-Eiern. Sie glauben, dass der Einsatz der Fluggeräte auf die Kartierung und Analyse begrenzt bleibe. Bislang werden die Eier der Schlupfwespen entweder per Hand oder mit umgebauten Stelzenschleppern ausgebracht. Beides ist laut DMK jedoch deutlich arbeitsintensiver. Die Ausbringungskosten mit dem Multikopter liegen, so das DMK, bei circa 15 Euro/ha für die einmalige und 28 Euro/ha für die zweimalige Behandlung.
 
Knapp 10 Prozent glauben, dass sich die Pflanzenschutzmethode höchstens im Ökolandbau durchsetzt oder auf den kleinflächigen Einsatz beschränkt.

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