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Kommentar

Wassersparend wirtschaften bleibt Thema

Collage aus mehreren Bodenbearbeitungsgeräten
am Samstag, 31.07.2021 - 06:00 (Jetzt kommentieren)

Nach einem Extremwetter braucht es Strategien. Immer die richtige Spezialmaschine für „zu nass“ oder „zu trocken“ vorzuhalten, kann nicht die Antwort sein. Trotz dem zu viel an Wasser ist nicht vom Tisch, wie man wassersparend wirtschaftet.

Bei Ihnen und auch bei uns im Team Pflanze + Technik hat sich in den vergangenen Jahren viel um ein Extrem gedreht: die Trockenheit. Egal ob es um wassersparende Stoppelbearbeitung ging, Maschinenbrände oder um Düngerstrategien ohne Regen.

Wassersparend zu wirtschaften wird uns weiter beschäftigen

Portrait

Und in diesem Jahr? Wolken haben in den vergangenen Wochen regional keinen sanften Niederschlag abgeladen, sondern Fluten. Für von der Katastrophe betroffene Landwirte im Westen ist ein Ernteausfall tragischerweise nur ein Problem von vielen. Wer verschont wurde, hat vielleicht Sorge, mit dem Mähdrescher auf und über den Acker zu kommen. Getreide ging ins Lager; das Dreschen wird sich um ein Vielfaches verteuern. Statt Ultraflachgrubber könnten wir eher Drainagepflüge und statt Beregnungsmaschinen eher Absackanlagen für Sandsäcke testen. Trotz dem zu viel an Wasser ist aber nicht vom Tisch, wie man wassersparend wirtschaftet. Auch wenn es in anderen Bundesländern wie Hohn klingen muss: Im Nordosten Mecklenburg-Vorpommerns und auch dort, wo sich die Landesgrenzen Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt schneiden, fehlt Pflanzen bereits jetzt Wasser.

Maschinen lassen Festkosten explodieren

Was bedeutet das für Ihren Maschinenpark? Um noch flexibler zu sein, mehr unterschiedliche Geräte am Start zu haben? In trockenen Jahren die Stoppeln nur striegeln und im feuchten Jahr grubbern? Theoretisch ja, bieten die Hersteller doch alle möglichen Spezialmaschinen an. Das wäre toll, wären mit einem wachsenden Maschinenpark nicht auch explodierende Festkosten verbunden.

Eine Frage, die ich mir stelle, ist, ob Kombimaschinen eine Lösung für die Zukunft sein können. Der Grubber, der flach und ohne Nachläufer kann, aber auch tief, um Feuchtigkeit hochzuholen und mit Walze rückzuverfestigen?

Lösungen aus der Praxis für zu viel und zu wenig Wasser

Es sind Sie als Praktiker, die solche Ansätze schon umsetzen, so wie. Wenn Ihnen Erosion Kopfzerbrechen bereitet, sollten Sie den Pflug von Landwirt Mathias Maier anschauen, der auch säen kann. Die Hackschare der Cameleon von Landwirt Markus Lenhart dringen selbst in sehr trockene Böden ein. Er sät und hackt mit einer Maschine, die er sich wie mit einem Baukasten selbst zusammenstellt hat. Wem das zu individuell ist, sucht sich seine neue Sämaschine von der Stange. Wir zeigen in unserer Marktübersicht ab Seite 90 über 70 Modelle für den Dreipunktanbau. Wobei: Bei einem Gesamtmarkt in Deutschland von 2.300 Stück im Jahr ist jede Sämaschine eigentlich fast schon ein Unikat.

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