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Wegweisende Technik geehrt

Auf der Agritechnica wurden nun die Meilensteine 2013 verliehen. © agrarheute
von , am
11.11.2013

Auf den Exklusivtagen der Agritechnica wurden nun zum zweiten Mal zwölf innovative Entwicklungen in der Geschichte der Landtechnik geehrt.

Die Bezeichnung "Meilensteine der Landtechnik" ehrt wegweisende technologische Entwicklungsschritte in der Geschichte der Mechanisierung.
 
Hierbei muss es sich nicht nur um komplexe Maschinen handeln, sondern auch einzelne Komponenten können diesen "Ritterschlag" erhalten. Zu sehen sind die zwölf aktuellen und teils historischen "Meilensteine" am Stand des Deutschen Landwirtschaftsverlags in Halle sieben, in der heute auch die Verleihung stattfand.

Die Meilensteine im Überblick

Challenger- das Synonym für Raupentraktoren
1986 entfachte Caterpillar mit der Einführung der Challenger-Raupentraktoren eine kleine Revolution im Traktorenbau. Sie waren erstmals nicht auf Stahlketten, sondern mit Gummibändern versehen. Heute sind die Schlepper unter dem Dach von AGCO weltweit eine feste Größe, wenn es um schlupfarme Leistungsübertragung geht.
 
Weidemann - ermöglichte mit einem kompakten Hoflader die Mechanisierung bestehender Stallgebäude
Mit den knickgelenkten, kompakten Hofladern setzte Weidemann 1972 eine Revolution der Stall- und Hofarbeit in Gang. Aus einem Unikum wurde ein technischer Standard, mit dem sich das Unternehmen trotz eines inzwischen breiten Wettbewerberfeldes nach wie vor ganz vorn sieht.
 
Merlo - vom Teleskoplader zum Multifarmer
Die 1911 in Norditalien von Giuseppe Merlo eröffnete Schmiede entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einem renommierten Stahlbaubetrieb. Von geländegängigen Gabelstaplern und Betonfahrmischern führte der Weg über den ersten in Europa als Zugmaschine zugelassenen Teleskoplader bis hin zum ersten Multifarmer.
 
Deutz-Fahr - das Freisichtkonzept bei Traktoren – vom Intrac über die Schräghaube zum sichtoptimierten Schlepper
Wie kein anderer legt Deutz-Fahr Wert auf ein freies Sichtfeld vor dem Traktor. Konsequent umgesetzt wird dies seit der Einführung des Systemschleppers Intrac. Bis heute erlauben die Traktoren von Deutz-Fahr einen Blickwinkel, von dem manche Wettbewerber nur träumen.
 
Accord/Kverneland - wird als „Urvater“ der pneumatischen Drillmaschine bezeichnet
Wer sich heute über die Entwicklung der Sätechnik informiert wird sehr schnell über den Namen Accord stolpern und feststellen, dass sich hinter dem Namen weitaus mehr als ein umfassendes Programm an international anerkannten Sämaschinen steht.
 
Holmer - der erste wegweisende Zuckerrüben-Vollernter
Mit dem selbstfahrenden 6-reihigen Roder von Holmer wurde die Rübenernte revolutioniert. So wurde aus einer Schmiede der Weltmarktführer für selbstfahrende Rübenroder.
 
Kuhn - vom Handrechen über den Ein- zum Zwei- und Vierkreiselschwader
Geht es um Technik für die Futterernte, fällt der Name Kuhn seit jeher stets als einer der ersten. Die Aktivitäten in diesem Bereich reichen bis in die Gründungszeit des Unternehmens im 19. Jahrhundert zurück. Schwader stellen seit etwa 100 Jahren ein wichtiges Element in der Kuhn-Futtererntekette dar.
 
Horsch - das Technikkonzept zur Mulchsaat
Laut Statistischem Bundesamt werden inzwischen 40 Prozent der Ackerflächen pfluglos bearbeitet. Bei Weizen sind es sogar 60 Prozent. Vor 20 Jahren wagte daran noch keiner zu glauben. Horsch hat einen großen Anteil daran, dass es so weit kam.
 
Steyr - Verbesserung der Alpintauglichkeit von Traktoren
Die Farben rot und weiß prägen die Steyr-Traktoren ebenso wie die Flaggen des österreichischen Marktführers in dieser Branche. 1947 wurde mit der Großserienproduktion von Steyr-Traktoren begonnen – bis heute mit vielen Erfolgen und Innovationen.
 
Strautmann - vom Siloblockschneider bis hin zum Selbstfahrer
Der Großvater vom heutigen Geschäftsführer Wolfgang Strautmann hat 1930, im Zuge der Weltwirtschaftskrise, in Bad Laer einen Betrieb übernommen, der sich auf die Produktion von landwirtschaftlichen Maschinen spezialisiert hatte. Dieser beschäftigte damals bereits 20 Mitarbeiter.
 
Valtra - Konzept zur drehmoment- und geschwindigkeitsabhängigen Einspritzkurve beim Traktor
Mehr Leistung unter erschwerten Bedingungen. Der Valtra 8750 war 1997 der erste Traktor mit Zapfwellenboost, das heißt, bei schweren Arbeiten wurde die Einspritzkurve elektronisch geändert und so mehr PS zur Verfügung gestellt. Diesem Vorbild folgten bis heute zahlreiche Nachahmer.
 
Massey Ferguson - der erste selbstfahrende Mähdrescher
Moderne Mähdrescher sind Meisterwerke der Technik: Von den beeindruckenden Schneidwerken, über das von Sensoren gesteuerte, hocheffiziente Innenleben, bis hin zur High-Tech-Kabine, von der aus die Maschinen-Einstellungen permanent optimiert werden – alles ist bis ins kleinste Detail geprüft und aufeinander abgestimmt. Da muss man sich schon wundern, dass es nur 75 Jahre her ist, seit die ersten Mähdrescher in reifes Getreide fuhren.
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