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Das Weidetaxi von Pronar besteht den Praxis-Test

von , am
06.10.2015

Für Betriebe mit mehreren Standorten oder nahe stark befahrener Straßen kann ein Weidetaxi gute Dienste leisten. Die dlz-Redakteure haben den Viehtransporter von Pronar einem Test unterzogen. Hier das Ergebnis:

Mit dem Weidetaxi kommen die Rinder sicher von A nach B. © Thomas Göggerle
Das Weidetaxi von Pronar vereinfacht den Viehtransport und macht den Weidewechsel weniger stressig für Tier und Mensch. 16 Quadratmeter Platz bietet das Viehtaxi. Bis zu acht tragende Tiere haben gut Platz. Insbesondere für Betriebe mit mehreren Standorten schafft der Weideanhänger Entlastung.
 
Voraussetzungen:
  • Ein 90-PS-Traktor ist untere Grenze
  • Ein Kompressor für die 2-Kreis-Druckluftanlage ist ein Muss.

So funktioniert das Weidetaxi von Pronar:

Ein einfach wirkendes Steuergerät hebt oder senkt die vier Hydraulikzylinder an den Achsstummeln. Ist der Boden vollständig abgesenkt, liegt der Anhängerboden hinten auf. Zwei Flügeltüren verschließen die Ladefläche sicher, ähnlich wie der Aufbau eines Lkws. Spannzapfen an der Drehstangenverriegelung ziehen die Tür zu, auch wenn ein wenig Stroh zwischen Tür und Ladekante hängt. Der lange Hebel wirkt und macht das Verriegeln einfacher.

Fazit der dlz-Redaktion

  • Durch den absenkbaren Boden gehen die Tiere gerne an Bord.
  • Es gibt keine steile Rampe, die lärmt oder unter den Klauen nachgibt.
  • Vorteil der Flügeltüren: Im Stall lassen sich die Seiten zwischen Stalleinrichtung und Viehanhänger abschirmen und die Tiere können nicht durchwischen.
  • Die Größe passt, schränkt jedoch die Wendigkeit ein.
  • Sehr gut: Querstreben sichern den Freiraum zwischen seitlicher Bordwand und Dach. So können Kälber nicht auf die Radkästen springen und türmen.
  • Schönes Detail: Große Löcher an den Ecken der Ladefläche lassen Waschwasser ablaufen.
  • Rund 40 cm lange Metallstreben stecken in Langlochleisten und fixieren sowohl das Gatter als auch die Türen. So bleiben die Türen auch an Hanglagen offen.
  • Gut: Das Kurbelgetriebe am Stützfuß hat zwei Übersetzungen. Auf Wunsch geht es hydraulisch (271 Euro).
  • Durch die Länge und das mittige Tandemfahrwerk kann der Anhänger im
    Heck aufsitzen.
  • Hat seinen Preis: Taxameter zeigte 16.418 Euro

Extra: Absperrgatter für Laderaum

Eine wichtige Wunschausstattung, die der Anhänger im dlz-Test nicht hatte, ist ein Absperrgatter in der Mitte des Laderaums (756 Euro). Wird eine Gruppe verladen, können die ersten Tiere im vorderen Abteil gesichert stehen, bis die restlichen Tiere den Laderaum betreten haben.
 
Ein Vorteil: Ähnlich wie Bordwände an einem Kipper verriegelt der Hebel neben der Deichsel die untere Kante der 98 cm breiten Seitentür. Die lässt sich als Rampe nutzen, um einzelne Tiere zu verladen oder die vordere Gruppe aussteigen zu lassen. Ohne Rampenfunktion öffnet die Tür wie gewohnt zur Seite. So kann man zur Kontrolle in den Laderaum sehen oder im Notfall vorne aussteigen.

Fanggitter erleichtert das Einladen

Eine super Erleichterung ist das Fanggitter (713 Euro): Sicher an der Seite fixiert, ist es immer mit dabei und klappt die Flügel aus, um die Passagiere in Empfang zu nehmen. So ist der Weg in das Wageninnere vorgegeben und die Tiere drücken sich nicht zwischen Weidezaun und Hänger. Gatter vor- und Seitenteile runterklappen. Durch ein Langloch passt sich das Gatter an den Boden an.
 
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