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Weißrussland: Ehrgeiziges Exportziel

von , am
14.08.2012

Minsk - Die weißrussische Regierung will den Anteil Weißrusslands am Welthandel mit Mähdreschern bis zum Jahr 2020 von derzeit rund zehn Prozent auf 15 Prozent steigern.

© Sven Brentrup/aboutpixel.de
Die weißrussische Regierung hat der Landtechnikbranche ein überaus ehrgeiziges Exportziel gesetzt. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Belta berichtete, soll der Anteil Weißrusslands am Welthandel mit Mähdreschern bis zum Jahr 2020 von derzeit rund zehn Prozent auf 15 Prozent gesteigert werden.

Angebotspalette soll ausgeweitet werden

Dieses Ziel finde sich in dem von der Regierung im Juli beschlossenen Programm zur industriellen Entwicklung des Landes, teilte Belta mit. Erreicht werden solle die höhere Quote über eine Erweiterung der bisherigen Angebotspalette durch den Hersteller, die Produktionsvereinigung Gomselmasch. Diese habe neue Mähdreschermodelle mit einer Leistung von mindestens 20 Tonnen pro Hektar entwickelt, erklärte ein Sprecher des Industrieministeriums gegenüber Belta. Laut amtlicher Statistik hat das Unternehmen im vergangenen Jahr rund 1.900 Mähdrescher gebaut.

Fusion mit russischem Unternehmen gescheitert

Ende Juni hatte die Regierung in Minsk starkes Interesse an einer Fusion von Gomselmasch mit dem russischen Landmaschinenunternehmen Rostselmasch gezeigt. Ministerpräsident Michail Mjasnikowitsch hatte seinerzeit angekündigt, "wir werden den Russen vorschlagen, dass Gomselmasch und Rostselmasch sich vereinen und der russische Betrieb übernommen wird". Diese Offerte war von Moskau jedoch brüsk zurückgewiesen worden. Rostselmasch kämpfte zuletzt mit einer ausgeprägten Absatzflaute. Ende Mai wurde die Herstellung von Mähdreschern durch das russische Unternehmen gestopp.
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