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Weiterbildung als Erfolgsgarant

von , am
26.06.2012

Die Landtechnikbranche setzt auf gute und qualifizierte Mitarbeiter. Eine Umfrage des VDI Wissensforum zeigt, wie die Weiterbildung von Fach- und Führungskräften in der Branche eingeschätzt wird.

100 Prozent der befragten Geschäftsführer und Personaler in der Landtechnik sind überzeugt, dass die Qualifikation der Mitarbeiter für ihr Unternehmen ein wichtiger Wettbewerbsvorteil ist.
Technische Fach- und Führungskräfte erhalten nicht genügend Weiterbildung. Dieser Meinung sind 27,3 Prozent der Geschäftsführer und Personalverantwortlichen von Unternehmen aus der Landtechnik, die das VDI Wissensforum (Verein Deutscher Ingenieure) im Rahmen der Umfrage "VDI-educating II" befragt hat. Nur 9,1 Prozent geben an, dass es in ihrem eigenen Unternehmen nicht ausreichend Weiterbildungsangebote gibt. Damit bietet die Landtechnik nach eigener Einschätzung am meisten Weiterbildung im Vergleich zu allen anderen befragten Branchen – dazu zählen die Maschinen- und Anlagenbau, Automobil-, Kunststoff-, Chemie-, Energie- und Bauindustrie.

Landtechnik ist Vorreiter im Branchenvergleich

Alle – also 100 Prozent - der befragten Geschäftsführer und Personaler in der Landtechnik sind überzeugt, dass die Qualifikation der Mitarbeiter für ihr Unternehmen ein wichtiger Wettbewerbsvorteil ist. 90,9 Prozent sind der Meinung, dass Weiterbildung maßgeblich zum Unternehmenserfolg beiträgt. So ist es nicht überraschend, dass auch 90,9 Prozent der Befragten angeben, ihren Mitarbeitern ausreichend Weiterbildung zu bieten. Damit sind sie Vorreiter im Branchenvergleich.
 
2010 hatte das VDI Wissensforum bereits technische Fach- und Führungskräfte in verschiedenen Branchen nach ihrer Weiterbildungssituation befragt. In der Landtechnik hatten 66,3 Prozent die Fortbildungsmöglichkeiten für nicht ausreichend gehalten. Befragt nach den möglichen Gründen für diese Aussage, geben nun mehr als 27,3 Prozent der Geschäftsführer und Personaler zu, dass diese Einschätzung verständlich ist, da tatsächlich weniger Weiterbildung angeboten wird als nötig ist. Fast 72,7 Prozent sind dagegen der Meinung, das Weiterbildungsangebot werde von den Mitarbeitern geringer wahrgenommen als es tatsächlich ist.

Mit Weiterbildung dem demographischen Wandel begegnen

Bereits jetzt für die Qualifizierung von morgen zu sorgen, spielt auch unter dem Gesichtspunkt des demographischen Wandels eine entscheidende Rolle. Denn dieser wird sich nach Meinung der Geschäftsführer und Personalverantwortlichen in den kommenden zehn Jahren eindeutig negativ auswirken: 90,9 Prozent sehen zukünftig Probleme beim Recruiting von Nachwuchsingenieuren, gefolgt vom Verlust des Know-hows von Ingenieuren, die in Rente gehen (77,3 Prozent). Mehr als die Hälfte der Befragten (54,5 Prozent) sehen Probleme darin, Senior-Ingenieure halten zu können. Nur 18,2 Prozent erachten es als schwierig, die bereits eingestellten Ingenieure zu qualifizieren.
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