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Precision Farming

Yanmar: Autonomer Roboter erkennt Pflanzenkrankheiten

Roboter Smash im Weinberg
am Dienstag, 28.04.2020 - 06:00 (Jetzt kommentieren)

Yanmar entwickelt in Italien einen Roboter für die Landwirtschaft. Der soll aber nicht pflügen und säen, sondern hat ganz andere Aufgaben.

Das japanische Unternehmen Yanmar baut Motoren, Baumaschinen und Traktoren. Jetzt entwickelt das Unternehmen in Europa einen Agrar-Roboter mit dem Namen Smash. Genauer gesagt ist Smash eine Roboter-Plattform, die modular für unterschiedliche Anwendungen aufgebaut werden kann. Schwerpunkt sind Sonderkulturen wie beispielsweise der Weinbau. Ziel ist nicht das automatisierte Ernten, sondern mit Messen und Untersuchen auf die Auswirkungen des Klimawandels zu reagieren. Smash soll beispielsweise Pflanzenkrankheiten erkennen.

Smash-Roboter: Autonom und Elektrisch

Smash sind die Anfangsbuchstaben von „Smart Machine for Agricultural Solutions Hightech“. Der Roboter soll sowohl den Boden, als auch die Nutzpflanzen untersuchen und mit den gewonnenen Informationen Empfehlungen geben. Mit seinen vier lenkbaren Rädern fährt der Roboter autonom und vollelektrisch. Ein aufgebauter Roboterarm mit Sensoren untersucht die Pflanzen und kann gezielt Pflanzenschutzmittel ausbringen. Die Roboterplatform arbeitet nicht alleine, sonder tauscht Daten mit Drohnen und Feld-Sensoren aus und stellt die Auswertung dem Landwirt zur Verfügung.

Smash ist bei Yanmar nicht das einzige Forschungsprojekt zur automatisierten Landtechnik. Das Unternehmen stellte in der Vergangenheit bereits eine autonomen Reis-Pflanzmaschine vor und im vergangenen Jahr autonom fahrende Traktoren (agrarheute berichtete: Autonomer Traktor: Yanmar zeigt Technik im Feld).

Zwei Prototypen im Einsatz

Yanmar betreibt in der italienischen Bergregion nahe der Stadt Florenz eine Forschungs- und Entwicklungsabteilung. Das Projekt wird von der Region Toskana mit finanziert. Derzeit sind zwei Protoypen der Smash-Plattform im Einsatz. Einer im Weinbau und der andere im Spinatanbau. An dem Forschungsprojekt, das zwei Jahre laufen soll und vier Millionen Euro kostet, sind weitere Partner beteiligt, unter anderem die Universität von Florenz.

Mit Material von Yanmar

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