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Maschine des Jahres 2016

Zunhammer Ultra-Light-Tankwagen

© Zunhammer
dlv/Zunhammer/hs
am
01.02.2016

In der Kategorie Materialumschlag und Logistik ging die Auszeichnung "Maschine des Jahres 2016" an das Unternehmen Zunhammer. Der Ultra-Light-Tankwagen bietet neue Möglichkeiten in der Güllelogistik.

Die von Technikredakteuren des Deutschen Landwirtschaftsverlages gekürte Maschine des Jahres ist ein gesetzter Begriff. Zur Agritechnica machten sich die Redakteure des Verlages auf die Suche nach der besten Maschine ihrer Kategorie. Zur Wahl standen 27 Maschinen aus den unterschiedlichsten Bereichen - von Traktoren über Mähdrescher, Roder und selbstfahrenden Pflanzenschutzspritzen ist alles mit dabei. Hier finden Sie einen Überblick über die Gewinner 2016.

Gülleausbringung: Ultra-Light-Tankwagen

Häufig wird bei der Gülleausbringung mit getrennten Verfahren gearbeitet. Um den Straßentransport noch effizienter zu machen - und das auch mit kleineren Traktoren - stellte der Hersteller Zunhammer zur Agritechnica 2015 den Ultra-Light-Tankwagen vor. Dieser soll durch sein geringes Eigengewicht und somit hoher Nutzlast punkten.

Tankwagen ohne Chassis

Der Tank des neuen Zunhammer Tankwagens wird aus GfK, einem glasfaserverstärktem Kunststoff hergestellt. Dieses Material hat ein geringeres Eigengewicht als Stahl. An den für die Stabilität entscheidenden Stellen wurde das Fass verstärkt.

Darüber hinaus wurden die Schwallwände so positioniert, dass sie zusätzlich für Stabilität sorgen. Aus diesen Gründen benötigt das Fahrzeug keinen Rahmen und der Tank sitzt direkt auf den Achsen.

Gewicht reduziert und Einsatz kleinerer Traktoren möglich

Durch den Einsatz des bereits erwähnten GfK-Materials wird gegenüber einem Stahltank Gewicht reduziert. Somit hat der Ultra-Light-Tankwagen bei einem maximalen Tankinhalt von 15.000 Liter ein zulässiges Gesamtgewicht von 18.000 kg.

Durch das geringe Eigengewicht von nur 3.500 kg Tonnen beträgt die Nutzlast insgesamt 14.500 kg. Vor allem für den Einsatz kleinerer Traktoren auf der Straße bietet diese Bauweise einen großen Vorteil.

Details: Zunhammer Ultra-Light-Tankwagen

  • 15.000 Liter Tankinhalt
  • 600 cm Tanklänge
  • 18.000 kg zulässiges Gesamtgewicht
  • 3.500 kg Eigengewicht
  • 14.500 kg Nutzlast
  • Füllstandsanzeige durch einen Schwimmer

Gülleausbringung: Diese Techniken sind noch erlaubt

Prallverteiler strahlt nach unten
Prallverteiler, bei denen der Güllestrahl nach unten beziehungsweise zur Seite abgestrahlt wird, sind auch weiterhin erlaubt. Diese sogenannte Breitverteilertechnik lässt sich auch relativ günstig nachrüsten. Befestigt wird sie direkt am Schieber des Fasses. © Zunhammer
Schwanenhalsverteiler
Auch sogenannte 'Schwanenhalsverteiler' gehören zu den Breitverteilern und sind weiterhin erlaubt. Die Gülle trifft hier gegen ein gebogenes Blech und spritzt nach unten und zur Seite. Auch hiermit ist eine ordentliche Verteilgenauigkeit erreichbar. © Werkbild
Schwenk- bzw. Pendelverteiler
Beim Schwenk- beziehungsweise Pendelverteiler wird der Flüssigmist durch das Hin - und Herschwenken des Flüssigmiststrahls verteilt. Dabei entsteht ein großtropfiges Streubild mit sehr guter Breitverteilung. Durch Duo-Lösungen, wie auf dem Bild sind Arbeitsbreiten bis zu 21 Meter realisierbar. © Möscha
Schleppschlauchverteiler
Vorteile von Schleppschläuchen sind die hohe Verteilgenauigkeit und die bodennahe Ablage. Auch sind mittlerweile sehr große Arbeitsbreiten möglich. Diese Exaktverteilertechnik ist zwar teuer, aber eine der Zukunftssichersten, da sie Verluste minimiert. Eine Nachrüstung für alte Güllefässer ist oft nicht möglich. © Zunhammer
Güllegrubber
Beim Güllegrubber befinden sich am Ende des Tankwagens Grubberzinken mit hinter diesen angeordneten Schläuche, über die die Gülle in die vom Grubberschar gezogene Erdrinne fließt. Die zurückfallende, aufgelockerte Erde deckt den ausgebrachten Flüssigmist sogleich ab. Auch diese Technik gehört zu den sogenannten Exaktverteilern. © werktuigendagen/wikipedia
Schlitzschuhverteiler
Auch beim Schleppschuh- oder Schlitzschuhverteiler wird die Gülle aus den Schläuchen mit zusätzlichen Metallkufen direkt in die Grasnarbe geritzt. Der Bestand schließt sich anschließend wieder, wodurch der Luftaustausch und die Einstrahlung verringert werden. Dadurch sinken die Geruchs- und Ammoniakemissionen deutlich ab. Der Einsatzschwerpunkt liegt hier auf dem Grünland. © Zunhammer
Düsenbalkenverteiler
Auch Düsenbalkenverteiler sind weiterhin erlaubt. Mit zwei oder mehr Düsen können auch größere Arbeitsbreiten erreicht werden. Im Vergleich zu Breit- oder Schwenkverteilern sind sie jedoch deutlich teurer. © Pichon
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