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Zweinutzungsmischer: Kuhn Profile 13.1 Plus DL im Test

Kuhn-Futtermischwagen Profile 13.1 Plus DL im Einsatz
Thomas Göggerle, dlz agrarmagazin
am
23.11.2016

Kuhn präsentierte den Futtermischwagen Profile 13.1 Plus DL erstmals auf der EuroTier. Das dlz agrarmagazin konnte ihn bereits testen.

Zur EuroTier präsentiert Kuhn mit den Profile 13.1 Plus DL eine Kombilösung zum Mischen und Streuen für den deutschen Markt. Das Ziel der Kuhn-Ingenieure: eine Maschine entwickeln, die mehr als Futter mischen kann und dabei kompakt unter 3 m Breite und Höhe bleibt.

Kombi aus Füttern und Einstreuen

Die Testredakteure vom dlz agrarmagazin hat vor allem die Stroheinstreufunktion interessiert. Dennoch bleibt die Hauptaufgabe der Maschine das Füttern. Das integrierte Fahrwerk und die clevere Bauform halten die Abmaße des 13-m³-Mischers in Grenzen: 2,86 m breit und genauso hoch. Integriert bedeutet, dass die Achsen direkt unter dem Behälter sitzen und kein eigenes Fahrgestell die Maschine unnötig hochbeinig macht. Zusätzliches Volumen erzeugt der bauchige Mischer ab einer Höhe von rund 1,50 m, wo er breiter wird. Die Idee dahinter: Auf dieser Höhe stört  in den meisten Stallungen kein Fressgitter.  

Die Testmaschine war mit allem ausgestattet, was die Optionsliste hergibt:

  • Wiegeeinrichtung mit Rationsspeicher
  • Austragsband rechts
  • Austragsschieber links
  • zwei hydraulisch zu betätigende Gegenschneiden
  • und ein „Plus“ am Wagen – das Strohwurfrad.

Zentrales Bauteil: die Schnecke

Zentrales Bauteil am Vertikal-Einschneckenmischer Profile 13.1 Plus DL ist natürlich die Schnecke. Sie schraubt sich mit 2,5-facher Windung nach oben. Speziell für Silageballen gibt Kuhn der letzten Windung mehr Steigung, damit das oberste Messer schräg nach oben steht und dadurch den höchsten Punkt der Schnecke bildet. Um auch langhalmige Ballensilage zu füttern, sind acht Messer montiert. Hängt am Mischer der alte Hoftraktor mit weniger als den empfohlenen 80 PS, nutzen die Messer eine zweite, weniger aggressive und kräfteschonendere Anschraubposition. Bei halber Befüllung nutzten wir sogar nur einen 62-PS-Traktor, der überraschend gut ausreichte.

An Stabilität fehlt es der schweren 5,5-t-Maschine nicht: Das massive Getriebe baut Kuhn selbst. Die Zahnradboxen drehen auch in den größeren Zweischneckenmischern die Ration und haben daher keine Mühe mit den auftretenden Kräften. Eine Kuhn-Besonderheit: Der Behälter ist oval und gekantet und soll so mehr Reibung erzeugen, damit sich das Futter nicht im Kreis mit der Schnecke dreht.

Wurfrad und Steuerung für optimalen Strohfluss

An die Stirnseite des Behälters flanschten die Kuhn-Ingenieure das wuchtige Wurfrad mit einem Durchmesser von 1,5 m. Kuhn hat viel Aufwand in die Entwicklung des Übergangs von Behälter zu Wurfrad investiert. Seine ungewöhnliche Schieberöffnung soll die Sogwirkung verstärken, was wir auch bestätigen können: Das Stroh wird regelrecht eingesaugt.

Mit der komfortablen Steuerung lenkt der Fahrer den Auswurf  und damit den Strohfluss problemlos an alle Stellen. Dabei ist der Strohstrahl nicht punktgenau, sondern streut vom Fahrzeug bis zur hintersten Stallwand flächig ein. Das ist praktisch für Tiefstreu- oder Tretmistställe. Wer Stroh in den Kopfbereich der Liegeboxen bringen möchte, hat viel Stroh auf den Laufgängen. Nach Angaben von Kuhn kann der Profile auch feuchtes Stroh-Kalk-Gemisch in die Liegeboxen verteilen.

Preis-Leistungs-Verhältnis

Mit über 40.000 Euro kostet die Kombimaschine rund 8.000 Euro mehr als vergleichbare Futtermischer ohne Einstreugerät. Ähnlich aufgebaute Solomaschinen, die zum Einstreuen von Rund- oder Quaderballen mit Strohgebläse und Auswurfkanal arbeiten, beginnen erst ab 15.000 Euro.

Den vollständigen Testbericht lesen Sie in der Ausgabe 11/2016 des dlz agrarmagazins.

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