Feldprobe Neue Amazone Sämaschine Cataya: Mechanik trifft Elektronik

Erschienen im dlz agrarmagazin

Sämaschine Cataya von Amazone © Bernd Feuerborn/dlz agrarmagazin Bild vergrößern
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Die mechanischen Sämaschinen wie die AD und D9 von Amazone sind eine feste Größe. Mit der Cataya ergänzt Amazone das Programm nach oben mit innovativer Dosiertechnik, Doppelscheibenscharen und Matrixwalze.

Die D9 oder die AD sind Klassiker unter den mechanischen Sämaschinen: Stufenlose Saatmengenverstellung, einfaches Umstellen von Getreide auf Raps und solide Schare waren lange Zeit eine gute Wahl. Aber es gab auch Verbesserungspotenzial: Das Umstellen von Getreide auf Raps geht zwar einfach, dauert aber etwas länger. Der Antrieb der Säwelle ist zwar stufenlos verstellbar, dreht aber nicht kontinuierlich. Der Saattank sollte zum Rapssäen mit dem Rapseinsatz unterteilt werden. Die Grundeinstellung der Tiefenführung muss beim Wechsel von Raps auf Getreide an jeder Scheibe erfolgen. Die Feinjustierung erfolgt dann über die zentrale Verstellung des Schardrucks.

Komplett neue Maschine

Sämaschine Cataya von Amazone mit Kreiselegge © Bernd Feuerborn/dlz agrarmagazin Bild vergrößern

Die Cataya ergänzt das Amazoneprogramm der mechanischen Drillen nach oben, sowohl technisch als auch preislich. Besonderheiten sich die Dosierung mit elektrischem Antrieb und das neue Doppelscheibenschar. Doch von vorne: Unsere Cataya 3000 Super war auf einem Kreiselgrubber KG 3001 Super aufgebaut. Dessen Zinken arbeiten auf Griff und lassen sich optional auf schleppenden Betrieb umbauen. Die Walze ist über ein Parallelogramm mit dem Grubber verbunden. Die Höheneinstellung des Planierbalken erfolgt zentral an der linken Seite. Eine Überlastsicherung erlaubt der Schiene zum Beispiel, Steinen auszuweichen. Für den Solobetrieb  der Kreiselegge lässt sich die Sämaschine über neue Koppelpunkte leicht abstellen.

Neue Dosierung mit elektrischem Antrieb

Dosierräder an der Sämaschine Amazone Cataya © Bernd Feuerborn/dlz agrarmagazin Bild vergrößern

Precis nennt Amazone sein neues Dosiersystem für mechanische Drillen. Waren die Dosierer früher am Tank, sind sie jetzt Bestandteil des Saatgutbehälters, der 830 l fasst. Ein optionaler Aufsatz von 440 l erhöht das Behältervolumen auf 1.270 l. Die 3-m-Version gibt es mit 20 oder 24 Säorganen beziehungsweise 15 oder 12,5 cm Reihenabstand.
Die Säorgane werden elektrisch angetrieben, auf Wunsch mit zwei statt einem Elektromotor. Dann lässt sich mit halber Maschinenbreite säen, ohne absteigen zu müssen. An Keilen kann die Überlappung verringert werden. Das spart Saatgut und macht den Bestand gleichmäßiger. Auch Section-Control ist möglich.

Bedienung, Doppelscheibenschare und ISOBUS

Andruckrollen und Striegel an der Sämaschine Amazone Cataya © Bernd Feuerborn/dlz agrarmagazin Bild vergrößern

Die komplette Einstellung erfolgt über das Terminal und das Smartcenter auf der linken Seite der Maschine. Und: Für alle mechanischen Verstellungen reicht ein Bedienwerkzeug. Damit lassen sich alle Einstellungen an der Maschine wie beispielsweise Verstellung des Planierbalkens, der Seitenbleche, Ablagetiefe und mechanischer Schardruck durchführen.Auch Amazone bietet nun ein Doppelschar an. Die TwinTeC-Schare haben einen Durchmesser von 34 cm. Beide Scheiben stehen in einem Winkel von 10 Grad zueinander.
Wir hatten die 50 mm breite Tiefenführungsrolle im Einsatz. Hinter der Rolle lief ein 12 mm starker Striegel, der über ein Federstahlblech an den TwinTeC-Scharen montiert ist. Wenn der Striegel nicht benötigt wird, lässt er sich nach oben klappen. Ein Exaktstriegel, auf Wunsch mit hydraulischem Aushub, wird ebenfalls angeboten, genauso wie eine Vorauflaufmakierung für die Fahrgassen.Die komplette Maschine wird über ISOBUS gesteuert, die Software stammt von Amazone. Wir hatten ein CCI-Terminal und runden Tasten angeschlossen. Hier lassen sich alle Einstellungen wie Saatstärke, Fahrgassenrhythmus und so weiter vornehmen. Auch das Abdrehen erfolgt über das Terminal. Der vollständige Beitrag ist im dlz agrarmagazin Januar 2017 erschienen. Noch kein dlz-Leser? Testen Sie hier unsere Angebote!
  


Amazone: Mechanik trifft Elektronik
  • Das besondere an der neuen mechanischen Sämaschine Cataya von Amazone sind die Doppelscheibenschare und eine neue Dosierung mit elektrischem Antrieb.

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  • Die getestete Cataya Sämaschine war auf dem Kreiselgrubber KG 3001 Super aufgebaut.

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  • Über einen Arbeitsstellungssensor am Oberlenker wird die Saatgutdosierung aktiviert.

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  • Bei den dlz Redakteuren ließ sich der Kreiselgrubber hydraulisch in der Tiefe verstellen.

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  • Die neuen Seitenbleche lassen sich über das "Raster" gut in der Tiefe anpassen. Dank neuer Lagerung bauen sie sehr schmal.

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  • Die Matrixwalze sorgt für eine Rückverfestigung in der Saatreihe. So hat das Saatgut gute Keimbedingungen.

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  • Der Keilabstand entspricht dem Scharabstand. Die Profilierung sorgt für ein krümeliges Saatbett.

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  • Das Profil verbessert den Antrieb des Packers, Abstreifer halten die Zwischenräume sauber.

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  • Die Dosierer sind auf der Säwelle verschraubt. Sie werden für die Fahrgasse über eine Vorgelegewelle angetrieben.

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  • Über geteilte Zahnräder erfolgt der Antrieb der zu schaltenden Dosierer, je nach Fahrgassenbreite.

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  • Sollte mal ein Schar zusitzen, kann das Saatgut über die Klappe abfließen. Der orange Schieber ist für die Feinsämereien.

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  • Im Betrieb lassen sich Antriebe, Saatmengen und Spuranreißer über den Monitor überwachen.

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  • Das Einstellcenter befindet sich auf der linken Seite. Alles was zum Abdrehen benötigt wird, wie Bodenklappe und Abdrehklappe verbirgt sich hinter der Klappe.

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