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Geflügel

10 Tipps gegen Hitzestress im Hühnermaststall

von , am
09.06.2015

Masthühner schwitzen zwar nicht, aber sie leiden bei hohen Außentemperaturen unter Hitzestress. Dieser kann sogar zu einer erhöhten Sterblichkeit führen. Wie sie gegensteuern können, lesen Sie in unserem Ratgeber.

In den heißen Sommermonaten kommt es darauf an, Hitzestress bei den Masthühnern zu vermeiden. © landpixel
Insbesondere bei schnell wachsenden Masthühnern kann Hitzestress dazu führen, dass das Wachstum verlangsamt wird. Masthühner hecheln um Wärme zu verlieren. Mit dieser erhöhten Atmung geben die Küken zusätzliches CO2 ab, wodurch sich der pH-Wert im Blut verändert. Diese Veränderung des pH-Wertes wirkt sich negativ auf den Herzmuskel und auf die Beine aus.
 
Hitzestress verursacht zudem eine erhöhte Aktivität des Magendarmtraktes, wobei leichter Durchfall entsteht. Die Folge davon, ist dass die Küken bestimmte Salze verlieren, was sich unter anderem nachteilig auf den Herzmuskel auswirkt, erklärt das Gesundheitszentrum für Geflügel (GvP).

10 Tipps gegen Hitzestress

  1. Beginnen Sie rechtzeitig mit dem Kühlen, ein warmer Stall lässt sich nur schwer wieder abkühlen.
  2. Begrenzen Sie die Futteraufnahme am Nachmittag. Es scheint jedoch, das Fasten nicht optimal ist, da jede Art von Stress ist unerwünscht ist.
  3. Dimmen Sie das Licht bis zur Futteraufnahme um die Körperaktivität zu verlangsamen. Aber ab und zu brauchen sie doch mehr Licht, um die Küken zum Trinken zu animieren.
  4. Sorgen Sie dafür, dass zwischen den Küken genügend Luftgeschwindigkeit herrscht.
  5. Je nach Höhe der Einlassventile in der Seitenwand muss ein richtiger Unterdruck gesetzt werden. Ein Rauchprobe-Test und eine Temperaturmessung zwischen den Küken gibt darüber Auskunft.
  6. In einigen Fällen hilft es auch, wenn die Ventilatoren der Heizung einschaltet werden (ohne das diese leuchtet), dies sorgt für extra Luftbewegung.
  7. Vermeiden Sie "tote Ecken" im Stall; setzen Sie darum wenn möglich extra Ventilatoren ein, um auch diese Ecken "durchzulüften".
  8. Bieten Sie am Nachmittag unbegrenzt Wasser an. Schalten Sie daher das Wasserprogramm rechtzeitig aus.
  9. Hitzestress kann schon mit einem Alter von 20 Tagen auftreten. Stellen Sie die maximale Belüftung und Befeuchtung deshalb rechtzeitig dazu, damit sie vorbereitet sind.
  10. Achten Sie darauf (vor allem bei Ställen mit in Längsrichtung wirkende Lüftung), das abends und nachts keine kalten Luft über die Küken gezogen wird. Ein zu groβer Termperaturunterschied ist nicht förderlich für die Gesundheit.
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