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Geflügel

13 Prozent mehr Freilandhaltung

von , am
27.02.2014

Auch wenn die Bodenhaltung in deutschen Betrieben weiter dominiert, ist die Freilandhaltung in 2013 am stärksten gewachsen. In den Biobetrieben stieg die Zahl der Legehennen um 12 Prozent.

Geflügelhaltende Betriebe können sich ab 1. Julie bei der Initiative Tierwohl registrieren lassen. © Mühlhausen/landpixel
In Deutschland wurden im Dezember 2013 rund 38,4 Millionen Legehennen gehalten. Das sind gut 5 Prozent mehr als im Vorjahr. Dies geht aus der jüngsten Strukturerhebung des Statistischen Bundesamtes hervor. Die Bodenhaltung ist mit 24,3 Millionen Tieren (+4%) bei den deutschen Eiererzeugern weiterhin die vorherrschende Betriebsform. Den größten prozentualen Zuwachs gab es aber mit etwa 13 Prozent auf 6,1 Millionen Tiere in der Freilandhaltung.
 
In den Biobetrieben stieg die Zahl der Legehennen um 12 Prozent auf 3,3 Millionen Stück. Die Zahl der Hennen in Kleingruppen und ausgestalteten Käfigen ist dagegen um rund 2 Prozent auf 4,8 Mio. gesunken.
 

Mehr Haltungsplätze

In der Erhebung wurden nur Betriebe mit mindestens 3.000 Haltungsplätzen berücksichtigt. Generell ist im Berichtszeitraum die Haltungskapazität stärker gestiegen als der Bestand an Legehennen: Im Dezember 2013 lag die Zahl der Haltungsplätze bei rund 44,5 Millionen, was einem Zuwachs von 6 Prozent entspricht.
 

Von Käfig- zu Bodenhaltung

In den vergangenen Jahren hat sich die Hennenhaltung in Deutschland deutlich gewandelt, da seit dem Jahr 2009 die klassische Käfighaltung verboten ist. Während im Jahr 2007 noch die Käfighaltung mit 68 Prozent dominierte, liegt ihr Anteil heute nur noch bei knapp 12 Prozent der Haltungsplätze. Gleichzeitig hat die Bodenhaltung deutlich an Bedeutung gewonnen, ihr Anteil erhöhte sich von 17 auf 64 Prozent. Die Hennenplätze in Freilandbetrieben haben anteilsmäßig von 11 auf 16 Prozent und in den Biobetrieben von knapp 5 auf 8 Prozent zugelegt.

Hühnerstall auf vier Rädern

 
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