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Tiergesundheit

Auch 2016 setzten QS-Landwirte weniger Antibiotika ein

Medikamenten-Schrank
Josef Koch, dlz agrarmagazin
am
25.01.2017

Im vergangenen Jahr haben Schweine- und Gefügelhalter über 11 Prozent weniger Antibiotika eingesetzt, so die Ergebnisse der QS-Datenbank.

Die Maßnahmen zum Reduzieren des Antibiotikaeinsatzes von Tierhaltern und Tierärzten zeigen deutliche Erfolge: Die Geflügel und Schweine haltenden Betriebe im QS-System haben 2016 den Einsatz von Antibiotika nochmals reduziert. Auch die Menge der in der Humanmedizin besonders wichtigen Antibiotikagruppen (sogenannte kritische Antibiotika/Reserveantibiotika) ist gesunken. Das belegen aktuelle Auswertungen von mehr als 2,5 Millionen Behandlungsbelegen, die in der QS-Antibiotikadatenbank vorliegen.

So haben Landwirte im vergangenen Jahr ihre eingesetzten Antibiotikamenge im Vergleich zum Vorjahr um weitere 11,4 Prozent verringert, und zwar von 548 t im Jahr 2015 auf knapp 486 t in 2016. Sogar um 20 Prozent gesunken ist der Einsatz sogenannter kritischer Antibiotika (Wirkstoffklassen Fluorchinolone und Cephalosporine der 3.und 4. Generation). Dieser lag noch bei 5.240 kg. 2014 und 2015 waren es noch 7.650 kg bzw. 6.570 kg.

QS-Chef Nienhoff erfreut

QS-Geschäftsführer Dr. Hermann-Josef-Nienhoff zeigt sich sehr erfreut über diesen Trend: „Die Entwicklung der Zahlen zeigt, dass Landwirte und ihre Tierärzte in der Nutztierhaltung verantwortungsvoll mit Antibiotika umgehen und den Einsatz weiter optimiert haben. Das QS-Antibiotikamonitoring trägt Früchte.“

Seit 2012 wird im QS-System der Einsatz von Antibiotika in Geflügel, Schweine sowie Mastkälber haltenden Betrieben erfasst. Die Daten werden regelmäßig ausgewertet und die Ergebnisse quartalsweise an die Beteiligten zurückgemeldet. Dadurch können Tierhalter und Tierärzte den Antibiotiakeinsatz bewerten, sich mit anderen Betrieben vergleichen und gegebenenfalls optimieren. „Besonders erfreulich ist der starke Rückgang kritischer Antibiotika. Hier zeigt sich die hohe Verantwortung der Beteiligten zur Reduktion des Resistenzrisikos,“ so Nienhoff weiter.

Ähnlicher Trend bei BVL-Zahlen zu erwarten

Dass die an die Tierärzte abgegebenen Antibioitkamengen rückläufig sind, belegen auch die Auswertungen der DIMDI-Zahlen, die das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) jährlich veröffentlicht. Von ursprünglich 1.706 Tonnen in 2011 ist die abgegebene Antibiotikamenge im Jahr 2015 auf 837 Tonnen zurückgegangen, ein Minus von 51 Prozent.

Die Antibiotikamengen von 2016 werden vom BVL voraussichtlich im August 2017 veröffentlicht. Doch die Zahlen im QS-Antibiotikamonitoring lassen bereits jetzt eine erste Prognose zu: auch für die DIMDI-Zahlen ist ein weiterer Rückgang zu erwarten.

Mit Material von QS-Datenbank

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