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Geflügel

80 Prozent der Exportsubventionen gehen nach Frankreich

von , am
28.06.2010

Brüssel - Frankreichs Geflügelproduzenten streichen Jahr für Jahr mehr als 80 Prozent der von der Europäischen Union vergebenen Exportsubventionen für Geflügelfleisch ein.

© Miroslav-Beneda/Fotolia

Das geht aus der Antwort der EU-Kommission auf eine Anfrage des Europaabgeordneten Hans-Peter Mayer hervor.

Demnach gingen im vergangenen Jahr 77,28 Millionen Euro der insgesamt von der Kommission an Ausfuhrerstattungen bewilligten 91,56 Millionen Euro nach Frankreich, das entsprach einem Anteil von 84 Prozent. In Deutschland wurden den Angaben zufolge 7,02 Millionen Euro an Exportsubventionen für die Geflügelwirtschaft bewilligt, an Dänen und Ungarn gingen 2,36 Millionen Euro beziehungsweise 1,95 Millionen Euro.

Ähnlich waren die Kräfteverhältnisse laut Angaben der EU-Kommission im Jahr zuvor, als von den insgesamt 97,16 Millionen Euro an Geflügel-Ausfuhrerstattungen mehr als 83 Millionen Euro nach Frankreich sowie 7,57 Millionen Euro nach Deutschland gingen.

Mayer erkundigte sich in seiner Anfrage auch nach Beanstandungen der Exportware durch den Zoll. Hierüber liegen der Kommission laut eigenen Angaben keine Informationen aus den Mitgliedstaaten vor. Im Jahr 2008 zählte die Brüsseler Behörde 432 Kontrollen zu den Ausfuhrerstattungen im Geflügelsektor, davon 289 in Frankreich und 41 in Deutschland. (AgE)

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