Login
Geflügel

Aggressive Form der Vogelgrippe ausgebrochen

von , am
28.07.2015

In einem Bestand mit 10.000 Legehennen ist eine aggressive Form der Vogegrippe diagnostiziert worden. Die aus einem niedersächsischen Betrieb stammenden Tiere wurden bereits gekeult.

Die 10.000 Legehennen wurden bereits gekeult, jetzt wird desinifiziert. © landpixel
Wie das niedersächsische Landwirtschaftsministerium berichtet, ist im niedersächsischen Landkreis Emsland eine aggressive Form der Vogelgrippe festgestellt worden. Der Erreger vom Subtyp H7N7 ist auf einem Betrieb im Landkreis Emsland nachgewiesen worden. Die 10.000 Legehennen in Bodenhaltung wurden bereits gekeult.
 
Bereits der Landwirt hatte durch Eigenkontrollen einen Verdacht auf Vogelgrippe gehabt, das Ergebnis wurde jetzt durch verschiedene Ämter bestätigt.

Folgende Maßnahmen greifen jetzt

1 Kilometer Umkreis: Bestände werden gekeult
3 Kilometer Umkreis: Sperrbezirk
10 Kilometer Beobachtungsgebiet
 
Geflügel darf nicht in diese Gebiete hinein- oder aus diesen Gebieten heraus gebracht werden.
 
Daneben werden epidemiologische Ermittlungen vorgenommen, um die Ursache sowie weitere Kontaktbetriebe festzustellen. Tritt 30 Tage nach Reinigung und Desinfektion des Betriebes kein neuer Fall auf, können diese Maßnahmen aufgehoben werden.

So wird das Vogelgrippevirus übertragen

Verursacht wird HPAI durch Vogelgrippeviren, von denen es eine Vielzahl von Subtypen gibt. Ein Eintrag in Hausgeflügelbestände erfolgt meist indirekt über viruskontaminierte Personen und Fahrzeuge oder über Ausscheidungen. Im Bestand erfolgt die Übertragung meist direkt von Tier zu Tier.
 
Alle Geflügelhalter sollten ihre Biosicherheitsmaßnahmen überprüfen und konsequent anwenden. 

Nach bisherigen Erfahrungen scheint es nur bei engem Kontakt mit erkrankten oder verendeten Vögeln sowie deren Produkten oder Ausscheidungen zur Übertragung von Viren vom Tier auf den Menschen zu kommen. Man sollte also unbedingt einen direkten Kontakt zu infizierten Tieren vermeiden.
Auch interessant