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Aldi Nord bringt mehr Tierwohl in die Läden

Aldi Nord Logo
am Dienstag, 09.06.2020 - 08:03 (Jetzt kommentieren)

Aldi Nord setzt auch in Zukunft auf Tierwohl. Mit langfristigen Verträgen und einem fairen Preis sollen Landwirte besser honoriert werden.

Die Tierwohlmarke „Fair und Gut“ des Discounters Aldi Nord ist bereits seit Juli 2018 auf dem Markt. Sie bietet dem Verbraucher ein zusätzliches Angebot, das neben mehr Tierwohl auch einen fairen Preis verspricht. Die Tiere werden laut Unternehmen ausschließlich in Deutschland aufgezogen und geschlachtet. Aldi Nord kooperiert hierbei mit der Unternehmensgruppe Tönnies und dem Tochterunternehmen Fairfarm, sowie dem landwirtschaftlichen Tierwohlverband Neuland und Wiesenhof.

Zusammenarbeit ist wichtig

Tierwohlanforderungen Schwein

Tierwohl kostet Geld, auch für den Landwirt muss ein Ausgleich für den höheren finanziellen und zeitlichen Aufwand erzielt werden. Daher bietet Aldi dem Fleischerzeuger langfristige Verträge und einen Festpreis, der laut Unternehmen in der Regel höher ist als der allgemeine Marktpreis. Neben gentechnikfreiem Futter müssen die Landwirte Ihren Tieren doppelt so viel Platz wie vorgeschrieben, Beschäftigungsmaterial und Zugang zu frischer Luft anbieten.

Warteliste für Interessenten

Zurzeit befinden sich zehn Schweinebetriebe im „Fair & Gut“ Programm von Aldi Nord und Süd. Da die Kapazitäten derzeit ausgelastet sind, hat das Unternehmen für Interessenten eine Warteliste eingerichtet, um auf eine steigende Nachfrage der Kunden reagieren zu können. Landwirte, die am Programm teilnehmen möchten, müssen sich direkt mit den Lieferanten in Verbindung setzten.

Neben Schweine- auch Geflügelfleisch

Tierwohlanforderungen Aldi

2018 startete Aldi mit Schweinefleischprodukten unter der Marke „Fair und Gut“. Mittlerweile ist auch ein Geflügelsortiment mit sechs Frischeprodukten in der Kühltheke des Discounters zu finden. Das Geflügelfrischfleisch muss die Einstiegsstufe des Tierschutzlabels „Für mehr Tierschutz“ und zusätzlich folgende Vorgaben erfüllen:

  • 30 Prozent mehr Platz durch eine reduzierte Bestandesdichte
  • Strohballen und Picksteine als Beschäftigungsmaterial im Stall
  • Zugang zu einem licht- und luftdurchlässigen Wintergarten
  • Gentechnikfreie Fütterung
  • Längere Mastdauer und damit mehr Zeit zum Heranwachsen

Nachhaltig verpackt

Neben einem erweiterten Tierwohlsortiment bringt Aldi auch eine, von Tönnies entwickelte, nachhaltige Verpackung in die Märkte. Die sogenannte Flow-Pack-Verpackung ist laut Tönnies zu 100 Prozent recyclebar und enthält bis zu 60 Prozent weniger Material. Das Ziel des Discounters seine Verpackungsmaterialien bis 2025 um 30 Prozent zu reduzieren, rückt damit scheinbar näher.

Mit Material von Aldi Nord

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