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Geflügel

Aufreger: Verbotene Videoaufnahmen aus Legehennenstall

© Bauernwiki
von , am
30.04.2015

Anfang April hatten Tierrechtsaktivisten Videoaufnahmen aus einem Legehennenstall verbreitet, auf denen ein qualvoll sterbendes Huhn zu sehen ist. Nun hat ein Gericht die Veröffentlichung verboten. Der Vorfall sorgt für Diskussionsstoff.

Tierrechts-Aktivisten hatten dieses Huhn für Filmaufnahmen qualvoll sterben lassen. © Bauernwiki
Das Landgericht Hamburg hat der selbsternannten Tierrechtsgruppe "Deutsches Tierschutzbüro e. V." und ihrem Gründer Jan Peifer per einstweiliger Verfügung verboten,  Foto- und Videomaterial eines sterbenden Huhns zu verbreiten. Laut einer Eilmeldung des Rechtsanwalts des betroffenen Legehennenhalters waren Unterstützer des Vereins in den Stall der Hönig-Hof GmbH in Baden-Württemberg eingedrungen und haben dort Filmaufnahmen gemacht.
 
Der Landwirt und sein Rechtsanwalt hätten durch die Auswertung des Materials belegen können, dass ein Huhn, dessen Tod die Tierrechtler als angeblichen Beleg für eine vermeintlich qualvolle Hühnerhaltung präsentiert hätten, erst nach dem Eindringen der Unterstützter verunglückt sei.
 
Das Huhn hatte sich nach den Angaben des Landwirts und seines Rechtsanwalts erst bei dem Versuch, vor den Scheinwerfern der Unterstützer zu fliehen, mit dem Fuß verfangen. Die Unterstützer hätten das Huhn minutenlang kopfüber hängend bei seinem Leiden gefilmt, statt es aus seiner tödlichen Lage zu befreien.

Stall des Legehennenhalters erhielt Auszeichnung

Der Legehennenstall des Landwirts Hönig wurde 2012 vom Agrarministerium im Rahmen des "BMELV-Bundeswettbewerb Landwirtschaftliches Bauen" auf der Eurotier zum "Gläsernen Legehennenstall" ausgezeichnet.
 
 
Die Dokumentation der Bilddateien der Tierrechtler kann bei dem Rechtsbeistand des Landwirts unter w.scheuerl@gvw.com angefordert werden.
 

Aufreger sorgt für Diskussionen

Zu dem Vorfall wird derzeit in den sozialen Netzwerken hitzig debattiert: "Tierschutz ist ja wirklich super und auch absolut sinnvoll. Aber sobald das in diesen Radikalismus von Land- und Hausfriedensbruch, Sachen kaputt machen und sogar bewußter Tötung oder Mitnehmen von Tieren abgleitet, ist Schluß."
 
Die FB-Gruppe Bauernwiki sagt dazu: "Das ist für die Landwirte, deren Existenz an der Tierhaltung hängt, die vor diesen Einstiegen Angst haben - und zwar nicht vor dem dort entstehenden Filmmaterial - sondern vor solchen Kollateralschäden, einfach nur schön zu wissen, das es noch ein bisschen Gerechtigkeit in diesem Land gibt!"
 
Ein Anderer argumentiert: "Der Aussage nach wäre das Huhn dort alleine hängen geblieben. Klar ist es scheiße, dass sie dann nichts gemacht haben und vor allem dass sie ja in dem Moment dran schuld waren, aber gibt das nicht zu bedenken dass der Stall einfach ungeeignet war? Siehe die Gitter auf dem Bild…"
 
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