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Tierhaltung

Bauerntag: Grünen stellen 6-Punkte-Plan zur Tierhaltung vor

Schweine
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Anke Fritz, agrarheute
am
26.06.2017

Bündnis 90/Die Grünen stellen kurz vor dem Bauerntag einen 6-Punkte-Plan für eine zukunftfähige Tierhaltung vor. Das steht drin.

Katrin Göring-Eckardt MdB, Fraktionsvorsitzende Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen und Christian Meyer MdL, Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Niedersachsen, stellten ihren 6-Punkte-Plan zur zukunftsfähigen Tierhaltung anlässlich des Bauerntages vor. Sie wollen "Gemeinsam aus der Massentierhaltung aussteigen", heißt es in der Pressemitteilung.

1. Bürger sollen wissen, was sie kaufen

"Wir wollen bei Fleisch und Milch eine verbindliche Tierhaltungskennzeichnung einführen, die einleuchtet – so wie es sie für Eier schon gibt. Wir setzen uns dafür ein, dass die Verbraucherinnen und Verbraucher auch bei versteckten Eiern (etwa in Nudeln, Kuchen) sowie bei Fleisch und Milch auf einen Blick erkennen, wie die Tiere gehalten wurden und ob sie mit Hilfe von Gen-Futtermitteln produziert wurden."

2. Investitionen in die Landwirtschaft

"Jährlich gehen knapp 50 Milliarden Euro in Europas gemeinsame Agrarpolitik (GAP). Davon bekommt Deutschland 6,3 Milliarden Euro.Wir wollen die Gelder so umschichten, dass wir jährlich eine Milliarde Euro mehr in eine Landwirtschaft mit mehr Tier-, Natur- und Klimaschutz investieren."

3. Gute Tierhaltung honorieren

"Wir wollen messen, wie gut es den Tieren in Deutschland wirklich geht – und zeigen, wo wir dringend nachbessern müssen. Eine besonders gute Tierhaltung wollen wir honorieren und schlechte Haltungsbedingungen beenden."

4. Wasser schützen

"Unsere Devise für die Tierhaltung der Zukunft ist: Klasse statt Masse. Und gerade in Gebieten, die heute schon belastet sind, muss es ambitionierte Grenzen geben für den Dünger, der ausgebracht wird."

5. Aufholplan Ökolandbau

"Wir wollen in den nächsten sieben Jahren den Ökolandbau mit einer Milliarde extra aus Bundesmitteln unterstützen. Dazu gehört auch, dass 20 Prozent der Agrarforschungsgelder explizit an Themen des Ökolandbaus geknüpft werden."

6. Mehr Kontrolle für Risikobetriebe

"Wir wollen, dass große Risikobetriebe von einer Länder-Task-Force kontrolliert werden, die die Vollzugsbehörden unterstützt. Zudem wollen wir Schwerpunktstaatsanwaltschaften einführen."

Mit Material von Bündnis 90/Die Grünen
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