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Futtermittel

Belastete Futtermittel: Landwirte müssen ihre Kunden informieren

von am
02.01.2018

Erst jetzt bekannt, aber seit Ende Oktober waren in Schleswig-Holstein Rapsexpeller mit Salmonellen belastet. Betroffene Landwirte müssen jetzt handeln, um sich nicht strafbar zu machen.

Milchtankstelle mit ÜbLandwierte, die erdachung
Landwirte in Schleswig-Holstein, die Rohmilch direkt vermarkten, müssen ihre Kunden informieren, die Milch unbedingt zu erhitzen. Denn wie erst jetzt bekannt wurde, wurde salmonellenbelastetes Futter ausgeliefert. © Landliveuser fiordilatte

Da aus Dänemark auch salmonellenbelastete Futtermittel nach Schleswig-Holstein gelangt sind, fordert das zuständige Verbraucherschutzministerium (MJEVG) Landwirte auf, ihre Schlachtbetriebe über diesen Sachverhalt zu informieren.

So wird sichergestellt, dass auch in der weiteren Produktionskette die mögliche Salmonellenbelastung des Fleisches bekannt wird und von den Lebensmittelunternehmern alle Maßnahmen ergriffen werden können, um gesundheitliche Risiken für Verbraucher zu minimieren.

Milch-Dirketvermarkter müssen Verbraucher warnen

Zudem hat das Verbraucherschutzministerium die zuständigen Lebensmittelmittelüberwachungsbehörden aufgefordert, betroffene Tierhalter, die Rohmilch ab Hof an Verbraucher abgeben, über die notwendige Erhitzung dieser Milch zu informieren.

Das Verbraucherschutzministerium weist darauf hin, dass von Lebensmitteln, die erhitzt worden sind, wie pasteurisierter Milch oder durchgebratenem Fleisch, grundsätzlich keine Gefahr durch Salmonellen ausgeht, da die Salmonellen durch die Erhitzung abgetötet werden.

Belastung bereits seit Ende Oktober!

Über das europäische Schnellwarnsystem für den Lebens- und Futtermittelbereich erhielt das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND) am 22. Dezember 2017 einen Hinweis der dänischen Veterinär- und Lebensmittelbehörde, dass bei Marktkontrollen in einem Lager in Dänemark in einem Tierfuttermittel (Rapsexpeller) ein positiver Salmonellennachweis festgestellt worden war. Teile dieser Ware stammten von einer Futtermittel-Ölmühle in Schleswig-Holstein.

Aufgrund dieser Meldung habe die amtliche Futtermittelüberwachung in Schleswig-Holstein unverzüglich weitere Nachforschungen bei der hiesigen Ölmühle angestellt, heißt es in der Pressemitteilung.

Dabei stellte sich heraus, dass auch bereits bei Eigenkontrollen des Herstellerbetriebes Salmonellen in „Rapskuchen“ festgestellt worden waren. Vor diesem Hintergrund muss davon ausgegangen werden, dass Futtermittel, die mit Rapskuchen aus diesem Werk hergestellt wurden, möglicherweise mit Salmonellen kontaminiert sind. Dieses gilt für einen Zeitraum ab dem 24. Oktober 2017.

Viele Betriebe wegen verspäteter Meldung betroffen

Aufgrund der Verzögerungen sind deutlich mehr Betriebe betroffen als in vergleichbaren Fällen. Bei den Pellets ist von einem geringeren Risiko des Vorhandenseins infektiöser Salmonellen auszugehen, weil durch den Pelletiervorgang eine thermische Behandlung stattgefunden hat.

Laut Verbraucherschutzministerium haben nur sieben rinderhaltende und 17 schweinehaltende Betriebe mehlförmiges Mischfutter erhalten. Die weit überwiegende Zahl der Betriebe hat pelletiertes Futter erhalten. (Rinderhaltende Betriebe: 1.010 Betriebe, schweinehaltende Betriebe: 136). Vorsorglich untersuchen die Behörden nun auch verstärkt die entsprechenden pelletierten Futtermittel repräsentativ auf Salmonellen.

Staatsanwalt ist informiert

Es gilt in den kommenden Tagen aufzuklären, warum seit der positiven Probe in Dänemark knapp zwei Monate vergangen sind, bevor eine amtliche Warnung über das europäische Schnellwarnsystem für den Lebens- und Futtermittelbereich durch die dänischen Behörden erfolgte. Das MELUND prüft weiter, ob in der nicht erfolgten, aber gesetzlich vorgeschriebenen Information der Behörde über das in Bezug auf Salmonellen positive Ergebnis der Eigenkontrolle durch das Unternehmen ein Verstoß gegen das Futtermittelgesetz vorliegt und hat die Staatsanwaltschaft informiert.

Darüber hinaus wird der Firma auferlegt, Ursachenforschung zu betreiben, um zu ermitteln, wo der Salmonelleneintrag erfolgt ist.

Milchtankstellen: Einstieg in die Direktvermarktung

Milchautomaten vereinen Kühlung, Milchbehälter, Rührwerk, Automat und Abfüllbereich in einem Gerät. So auch der Automat "R" von Risto. Die Höhe des Münzeinwurfs entscheidet über das Milchguthaben, die Abgabemenge kann zwischen 0,2 und 5 Litern frei gewählt werden. Wird keine weitere Milch benötigt, zahlt der Automat serienmäßig das Restgeld aus. © Risto Vending GmbH
Risto bietet seinen Automaten sowohl mit Touchscreen ("R-Touch"), als auch in der erweiterten Version mit einem zweiten Behälter an. So ist der Verkauf eines weiteren, zweiten Produkts (zum Beispiel Vanillemilch) im selben Automaten möglich. Alle Automaten sind MID-zertifiziert. © Risto Vending GmbH
Die brunimat GmbH bietet ebenfalls MID-zertifizierte Milchtankstellen an. Den Brunimat gibt es in der Ausführung "KS" und "Premium", wobei sich die Premium-Version nach Angaben des Herstellers vor allem für den Verkauf außerhalb des Hofes in Ballungsgebieten eignet. Neben der einfachen Ausführung mit einem Behälter (50-200 Liter)... © Brunimat GmbH
...ist die Version "Duo" mit zwei Behältern (100-400 Liter) erhältlich. Bei der Option "Duo" wird automatisch vom leeren auf den neuen, vollen Behälter gewechselt. So wird die Restmilch immer zuerst verkauft. Milchwechsel und Reinigung können so gleichzeitig durchgeführt werden, unabhängig von der Restmilchmenge. © Brunimat GmbH
Wie beim Risto-Automat erfolgt die Bezahlung beim brunimat serienmäßig über Münzeinwurf, allerdings nur optional mit Wechselgeldmünzer (blauer Kreis). Der Notenleser ist wie bei Risto optional erhältlich (gelber Kreis). Ebenso gibt es beim brunimat gegen Aufpreis eine automatische Reinigung des Abfüllbereichs nach jedem Abfüllvorgang (roter Kreis). © Brunimat GmbH
Die Milchautomaten der Milch Concept Automaten oHG sind laut Unternehmen speziell für den Vertrieb von Milch in Städten (zum Beispiel vor Supermärkten) konstruiert. Entsprechend größer sind die Fassungsvermögen der Automaten: Das kleinste Modell "S 200" fasst 200 Liter, der "M 400" 400 Liter und das größte Modell "L 600" 600 Liter pro Automat. © Milch Concept Automaten oHG
Neben dem serienmäßigen Münzwechsler sind optional Geldschein-, EC-Karten- und Kredikartenannahme erhältlich. Die Automaten lassen sich zudem kombinieren. So ist eine Absatzmenge von bis zu 1200 Liter pro Standort möglich. © Milch Concept Automaten oHG
Die verschiedenen Ausführungen der Concept-Automaten verfügen über ein bis drei Tanks à 200 Liter. Anders als bei den Automaten der anderen Hersteller bleiben beim Tankwechsel keine der milchführenden Komponenten (Rührwerk, Schläuche, Mengenmesser, Ausgabestutzen, Pumpen) im Automat, sondern sind fest mit dem Tank verbunden. So werden mit jedem frischen Tank alle mit Milch in Berührung kommenden Teile ausgetauscht, eine Reinigung am Tank ist daher nicht notwendig. © Milch Concept Automaten oHG
Sowohl der "S 200" als auch der "M 400" lassen sich optional mit einem Warenverkaufsautomat kombinieren (gelber Kreis). Dieser ist in verschiedenen Größen verfügbar und ermöglicht den Verkauf vieler weiterer Produkte (Joghurt, Eier etc.). Beim Modell "L 600" ist der Warenverkaufsautomat serienmäßig in die Einhausung integriert. Alle Concept-Milchautomaten sind MID-zertifiziert. © Milch Concept Automaten oHG
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