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Geflügel

Bestimmte Zusatzstoffe im Masthühnerfutter unbedenklich

von , am
06.10.2009

Brüssel - Die Produkte 'Mintrex®Mn' zur Manganversorgung und 'Bacillus subtilis PB6' sind als Zusatzstoffe zu Masthühnerfutter für Verbraucher unbedenklich.

© agrarfoto.com

Das unter dem Handelsnamen "Bacillus subtilis PB6" bekannte Erzeugnis, das aus lebensfähigen Sporen eines Stamms der Bakterienart Bacillus subtilis besteht, ist gegenüber Antibiotika sensibel und ohne toxigenes Potential. Dementsprechend wird der Zusatzstoff als sicher betrachtet - nicht nur für die Verbraucher, sondern auch für Hühner und Umwelt.

Zu diesem Schluss kommt die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) in zwei getrennten Gutachten, die Ende September veröffentlicht wurden. Es wurde nachgewiesen, dass das Mittel weder haut- noch augenreizend ist und keine Hautsensibilisierung bewirkt. Für eine Sensibilisierung der Atemwege wurden keine Anzeichen gefunden. Dafür bietet der Zusatzstoff offenbar handfeste Vorteile: In drei Studien aus zwei europäischen Ländern wurde laut EFSA eine signifikante Verbesserung eines oder mehrerer zootechnischer Parameter wie Endkörpermasse oder Futterverwertung beobachtet. EFSA hält daher die Wirksamkeit von Bacillus subtilis PB6 in der empfohlenen Mindestdosis bei Masthühnern für nachgewiesen.

Das Produkt ist ferner kompatibel mit den Kokzidiostatika Decoquinat, Diclazuril, Salinomycin-Natrium, Narasin/Nicarbazin und Lasalocid-A-Natrium. In Bezug auf Mintrex®Mn wurden in einem 35-tägigen Versuch mit Masthühnern und zwei Supplementierungsdosen à 60 mg und 150 mg Mn/kg Futter keine Hinweise auf Unterschiede in den Mangankonzentrationen in Gewebeproben festgestellt. Laut EFSA erhöht Mintrex®Mn - verglichen mit anderen, bereits zugelassenen anorganischen Manganquellen - die Ablagerung von Mangan im essbaren Gewebe von Masthühnern nicht. (pd)

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