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Bienenhaltung: Praktische Tipps für Einsteiger

Imker
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Katharina Krenn, agrarheute
am
23.06.2017

Bienen sind das älteste Nutztier der Menschen. Wie jedes Nutztier bedarf es zur Haltung viel Pflege und vor allem Fachwissen. Das sollten Anfänger wissen.

Was ist beim Kauf von Bienen zu beachten?

Derzeit ist die Nachfrage nach Bienen meist größer als das Angebot. Optimal ist es Bienen aus der Region zu besorgen, damit die Völker keine langen Transportwege überstehen müssen. Hierfür eignet sich am besten der örtliche Imkereiverein. Der Standort sollte jedoch mindestens 3 Kilometer entfernt sein, sonst fliegen die Bienen zurück. Für jeden Ortswechsel der Bienen ist ein Gesundheitszeugnis nötig. Frische Wachsverbauungen sind ein Barometer für Vitalität.

Was kostet ein Bienenstock?

Mit zwei bis drei Bienenvölkern sollte ein Neuling einsteigen. Der Preis des Bienenvolks wird nach den mit Bienen besetzten Brutwaben bewertet. Er liegt zwischen 10 und 18 Euro je Brutwabe. Am günstigsten ist ein Bienenschwarmableger – Kostenpunkt etwa  50 bis 70 Euro. Diese können ab Mitte Mai erworben werden. Der Ableger sollte nicht zu spät im Jahr gekauft werden, damit  dieser genug Entwicklungszeit bis zum Winter hat. Im selben Jahr Honig ernten kann man aber nur nach dem Kauf von voll entwickelten Bienenvölkern. Für 75 bis 130 Euro kann man diese von April bis Mai erwerben.

Wie arbeitsintensiv ist Imkern?

Der Zeitaufwand für die Bienen variiert stark nach der Jahreszeit. Die arbeitsintensivste Zeit beim Imkern ist das späte Frühjahr (Mai/Juni). Als Faustzahl für den Gesamtarbeitsbedarf kann man 10 Stunden pro Bienenvolk und Jahr veranschlagen.

Wie wirtschaftlich ist Imkern?

10 bis 20 Kilo Honig produziert ein Bienenvolk pro Saison. Bei rund fünf Bienenvölkern haben sich die Kosten ab dem vierten bis fünften Jahr amortisiert. Hält man mehr als zehn Völker betreibt man in der Regel schon eine Nebenerwerbsimkerei.

Welcher Bienenkasten ist sinnvoll?

Für einen Einsteiger ist es wichtig in die richtige Beute (Bienenkasten) zu investieren. Am besten ist ein Beutesystem, das in der Region gebräuchlich ist. Der Vorteil: Bienenvölker, Beuten und Waben können problemlos zugekauft oder verkauft werden. Oberbehandlungsbeuten haben sich bewährt. Unter diesen ist die Magazinbeute besonders anpassungsfähig und vielseitig verwendbar. Gebraucht gekaufte Beuten müssen gründlich gesäubert und abgeflammt werden.

Welche Geräte braucht man zum Imkern?

  • Rauchmaschine: Ein Smoker mit Blasebalg gehört zur Standardausrüstung
  • Stockmeißel: Universalwerkzeug des Imkers
  • Abkehrbesen mit Naturhaar: Dieser sollte hell sein, da Bienen auf dunkle sich bewegende Gegenstände aggressiv werden
  • Arbeitskleidung: Imkeroverall oder Baumwollblusen mit Haube, Lederhandschuhe mit Stoffstulpen

Praktische App für Imker

Die App Imkerwissen bietet digitale Hilfestellung für Einsteiger. Das Programm für Smartphones besteht aus rund 500 Fragen, mit welchen sich der Wissensstand zu der in der Imkerausbildung bewährten Schulungsmappe schnell und einfach überprüfen lässt. Die Themenbereiche sind in die gleichen zwölf Kapitel inklusive dem Glossar gegliedert, sodass die Orientierung leicht fällt.

Die App steht für 5,99 Euro zum Download bereit für iOS-Geräte im App-Store oder Android Geräte im Google Play-Store.

Mit Material von dlv

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