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Ostern

Bio vs. konventionell: Uni Hohenheim vergleicht Eier-Qualität

Eier im Karton
Externer Autor
am
14.04.2017

Ein Geflügelwissenschaftler der Universität Hohenheim hat konventionelle und Bio-Eier verglichen. Sein Fazit: Die Bio-Eier gewinnen das Qualitätsrennen, aber mit Abstrichen.

Besseres Aroma und etwas gesünder, aber mehr Keime und weniger Dotter – so lautet das Fazit von Prof. Dr. Michael Grashorn am Institut für Nutztierwissenschaften der Universität Hohenheim. Der Geflügelwissenschaftler hat Bio-Eier und Eier aus Bodenhaltung verglichen.

Bio oder Bodenhaltung: So unterscheiden sich die Eier

Die Ergebnisse von Prof. Dr. Grashorn:

  • Der Auslauf von Bio-Legehennen im Grünen bringt mehr Abwechslung in deren Ernährung. Die Versorgung mit Nährstoffen ist dadurch aber etwas ungünstiger: In Bio-Eiern sinkt der Dotteranteil und die Keimbelastung steigt.
  • Frei laufende Bio-Hühner picken auf der Wiese öfter Kamille oder andere Pflanzen mit ätherischen Ölen. Dadurch haben Bio-Eier ein besseres Aroma und öfter höhere Gehalte an Omega-3-Fettsäuren.
  • Häufiger auftretende Infektionen der Bio-Legehennen führen auch dazu, dass die Schalenfarbe ihrer Eier variabler ist. Eier aus konventioneller Bodenhaltung haben eine einheitlichere Schalenfarbe.
  • Das Eiklar von Bio-Eiern hat häufiger auch eine bessere Konsistenz. Es ist fester und gallertiger. Das sei auf höhere Aktivitäten der Eiklarenzyme und das stärker ausgebildete Immunsystem der Bio-Legehennen zurückzuführen.
  • Freilandhaltung führt dazu, dass Bio-Legehennen etwas weniger Nährstoffe bekommen, insbesondere die essentiellen Aminosäuren und die Energiebilanz sind geringer. Dadurch verringert sich der Dotteranteil.
  • Die Dotterfarbe von Bio-Eiern ist weniger intensiv. Das läge daran, dass im Bio-Landbau keine synthetischen Farbstoffe als Futterzusatzstoffe eingesetzt werden dürfen.
  • Im Allgemeinen wollen die deutschen Verbraucher, vor allem im mittel- bis süddeutschen Raum, intensiver gefärbte Dotter. Entsprechend werden diese auch vermehrt im Handel angeboten.

Dünne Eierschalen kommen nicht von Geflügelpest

Kalzium ist der Baustoff, aus dem Eierschalen bestehen. In diesem Jahr sind sie besonders dünn. Dafür kommen mehrere Ursachen in Betracht:

  • Fütterungsfehler
  • schlechteres Aufnehmen von Kalzium durch ältere Legehennen

In der Regel legen Hennen über 12 bis 15 Monate Eier. Gegen Ende dieser Zeit nimmt die Schalendicke deutlich ab, weil die Hennen das Kalzium im Futter schlechter verwerten können. "Vermutlich werden dieses Jahr zur Osterzeit mehr Herden mit älteren Legehennen gehalten als in früheren Jahren", so Prof. Dr. Grashorn. "Die Entscheidung, ab 1. Januar 2017 nur noch Junghennen mit nicht gekürztem Schnabel einzustallen, könnte Betriebe veranlasst haben ihre Legehennen länger zu halten." Hinzu kämen Lieferengpässe bei den Junghennen, die durch die Geflügelpest entstanden seien. Denn von den seuchenhygienischen Sperrmaßnahmen seien zum Teil auch Zucht- und Vermehrungsbetriebe betroffen gewesen.

Bei Eiern mit dünnen Schalen gäbe es aber keinen Zusammenhang mit der Geflügelpest.

Mit Material von Universität Hohenheim

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