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Fleischatlas regional

Bodenerosion: Gefährdete Regionen Schleswig-Holsteins

Joanna Fehlhaber/agrarheute
am
15.03.2016

Der 'Fleischatlas Deutschland Regional 2016' thematisiert das steigende Risiko von Bodenerosion in Schleswig-Holstein. Eine Grafik zeigt die Landkreise, die besonders von Bodenerosion betroffen sind.

Intensivtierhaltung: Bodenverlust durch Wind

Der Fleischatlas, der gemeinsam vom BUND und der Heinrich-Böll-Stiftung herausgebracht wurde, thematisiert unter anderem die Auswirkungen von Intensivtierhaltung auf die Umwelt. Seit dem Mittelalter wurden in Schleswig-Holstein große Flächen in Viehweiden umgewandelt, sodass der Wald als natürlicher Erosionsschutz verloren ging. Der Trend heute: Mehr Ackerflächen, weniger Dauergrünland und damit ein weiter steigendes Erosionsrisiko.

Eine Grafik des Fleischatlas zeigt jene Regionen, die besonders von Bodenerosion durch Wind betroffen sind.

Winderosion: Die 5 am meisten gefährdeten Regionen

In diesen Regionen des Bundeslandes Schleswig-Holstein besteht laut den Ergebnissen des "Fleischatlas Regional 2016" starkes Erosionsrisiko:

  • Nordfriesische Marsch/Nordfriesische Inseln (Sylt, Föhr, Amrum)
  • Lecker Geest
  • Schleswiger Vorgeest
  • Bredsteet-Husumer Geest
  • Eiderstedter Marsch (Westspitze)

West-Schleswig-Holstein: Besonders durch Winderosion gefährdet

Allgemein gilt für Schleswig-Holstein laut Fleischatlas: Im gesamten Westen besteht Erosionsgefahr durch Wind - vor allem in den Geest-Gebieten (sandige, trockene Böden). Im Nordwesten ist das Risiko erhöht bis stark, im Südwesten ist es mäßig. Dabei sind die Marschregionen im Allgemeinen nur gering gefährdet. Im Osten hingegen wird überwiegend durch Regen und Gewässer, das heißt nicht durch Wind, erodiert.

Maisanbau bedingt Bodenerosion

Eine zweite Grafik zeigt außerdem: Seit 1970 hat der Anteil von Dauergrünland besonders in den Geestgebieten zugunsten des Maisanbaus deutlich abgenommen. Dies habe, laut Ergebnis des 'Fleischatlas', negative Folgen für die Artenvielfalt, die Wasserqualität (Eutrophierung, Nitratbelastung) und die Erosionsstabilität des Bodens. Genauere Informationen können der Grafik entnommen werden.

Herausgebracht wurde der "Fleischatlas Deutschland Regional 2016" gemeinsam von BUND und der Heinrich-Böll-Stiftung. Im Fokus stehen Daten und Fakten zu Fleischproduktion und -konsum in allen 16 Bundesländern.

Untersucht wurden Essgewohnheiten, Strukturwandel und Lohngestaltung sowie die Entwicklung der landwirtschaftlichen Branche. Die Studienergebnisse für das Land Schleswig-Holstein finden Sie im Folgenden.

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