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Fleischatlas regional

Brandenburg: Betriebsgrößen über dem Durchschnitt

Joanna Fehlhaber/agrarheute
am
31.05.2016

Hinsichtlich der Nutztierdichte liegt Brandenburg unter dem Bundesdurchschnitt. Wie es das Land dennoch unter die bundesweiten Spitzenplätze schafft, lesen Sie hier.

Fleisch stammt in Brandenburg hauptsächlich aus Mastanlagen. Dabei liegt die Nutztierdichte des Landes laut aktuellem Fleischatlas 2016 nur etwa bei der Hälfte des Bundesdurchschnitts. Auffälliger sind die überdurchschnittlichen Betriebsgrößen.

Überdurchschnittliche Betriebsgrößen

Detailliertere Informationen können den im Fleischatlas 2016 enthaltenen Grafiken entnommen werden.

In einer dieser Darstellungen wird die durchschnittliche Anzahl von Tieren pro Betrieb in Brandenburg mit dem Bundesdurchschnitt verglichen.

 

Nach Angaben des Reports belegte das Bundesland im Osten Deutschlands im Jahr 2010:

  • hinsichtlich der Rinderhaltung mit durchschnittlich 216 Tieren pro Betrieb den zweiten Platz (Bundesdurchschnitt: 87 Tiere)
  • bei der Schweinehaltung den dritten Platz, mit 1.125 Tieren pro Betrieb (Bundesdurchschnitt: 459)
  • bei der Hühnerhaltung mit 7.853 Tieren den vierten Platz (Bundesdurchschnitt: 2.132).

Brandenburg: Broiler-Produktion auf dem Vormarsch

Eine weitere Grafik des Fleischatlas zeigt die Entwicklung der Zahlen von Rindern, Schweinen und Geflügel in Brandenburg zwischen 2005 und 2014.

Die deutlichste Veränderung ist bei der Geflügelhaltung in Brandenburg zu erkennen: Waren es 2005 noch 7.454.000 Tiere, so stiegen die Zahlem 2013 bereits auf 10.694.000 an. Die Rinderbestände sind mit 570.000 Tieren unterdessen beinahe konstant geblieben, während die Schweinebestände mit 851.000 Tieren (2010) leicht gewachsen sind.

Der ‚Fleischatlas Deutschland Regional 2016‘

Herausgebracht wurde der "Fleischatlas Deutschland Regional 2016" gemeinsam von BUND und der Heinrich-Böll-Stiftung. Im Fokus stehen Daten und Fakten zu Fleischproduktion und -konsum in allen 16 Bundesländern. Untersucht wurden Essgewohnheiten, Strukturwandel und Lohngestaltung sowie die Entwicklung der landwirtschaftlichen Branche.

Betriebsbesuch: Rindermast mit Weiß-Blauen Belgiern

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