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Corona-Ausbruch

Corona: Tönnies-Tochter Tillman’s darf wieder produzieren

Rind und Schein auf Tönnies Logo
am Dienstag, 14.07.2020 - 12:50 (Jetzt kommentieren)

Nachdem Corona-Ausbruch bei dem Schlachtkonzern vor knapp vier Wochen darf die Tönnies-Tochter Tillman’s den Betrieb wieder aufnehmen.

Mittlerweile sind seit dem Lockdown und der Alarmstimmung bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück knapp vier Wochen vergangen. Jetzt gibt es einen Lichtblick für dessen Tochterunternehmen „Tillman’s Convenience GmbH“. Ab dem 14. Juli soll der Betrieb, der vor allem Fertiggerichte und abgepacktes Frischfleisch produziert, nach dem vorübergehenden Dichtmachen von Tönnies wieder starten.

Der Bürgermeister der Stadt Rheda-Wiedenbrück hatte dazu in Abstimmung mit dem Land Nordrhein Westfalen (NRW), der Bezirksregierung und dem Kreis Gütersloh eine „Teilaufhebung der Schließungsverfügung“ verfügt.

Wie geht es bei Tillman's weiter?

Nach Konzernangaben war der Bereich des Fleischunternehmens Tönnies am wenigsten betroffen. Das lag vor allem daran, dass sie räumlich vom „Schlachtbetrieb“ getrennt sind. Am Dienstag starten zunächst einige 100 Mitarbeiter unter strengen Hygieneauflagen.

In den Tagen danach sollen rund 1.000 der 1.200 Beschäftigten ihre Arbeit wieder aufnehmen. Die Ordnungsbehörden verschärfen ihre Kontrollen, zudem können nur Mitarbeiter mit negativem Testergebnis wieder in das Schlachtunternehmen zurückkehren.

Liste mit Maßnahmen soll Risiko minimieren

Die Stadt Rheda-Wiedenbrück hat eine Liste mit Maßnahmen herausgebracht, die das Risiko an Neuinfektionen minimieren soll. Dazu gehören folgende Punkte:

  • Raumluftverbessernde Maßnahmen sowie erhöhte Frischluftzufuhr
  • Vermehrte Wohnraumkontrollen (allerdings nur soweit, wie die Räumlichkeiten in die Arbeitsstättenverordnung fallen)
  • Je Fahrzeugtyp ist eine begrenzte Personenanzahl vorgegeben
  • Mitarbeiter müssen im Bereich Sicherheitsregeln geschult werden
  • Alle Produktionsbeschäftigte werden zweimal die Woche getestet
  • Datenbank für Wohn- und Aufenthaltsadressen aller Beschäftigten
  • Automatische Temperaturscanner und ärztliche Checks zu Schichtbeginn
  • Separate Kantinenbereiche
  • Laufwege zum Arbeitsplatz werden festgelegt
  • Dreilagiger, medizinischer Mund-Nasen-Schutz ist Pflicht
  • Durch eine Abtrennung wird der Mindestabstand von 1,50 m eingehalten
Mit Material von Westfalen-Blatt

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