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Geflügel

Dänemark: Schnabelkürzen ist tabu

von , am
17.07.2013

Kopenhagen - Was Agrarminister Meyer im Jahr 2016 durchsetzen will, haben die dänischen Hennenhalter auf eigene Initiative aufgegeben. Das Schnabelkürzen ist in Dänemark seit Juli tabu.

Das Aktionsbündis will sich für eine artgerechtere Tierhaltung einsetzen. © Mühlhausen/landpixel
Dänemarks Hennenhalter haben sich auf eigene Initiative hin vom Schnabelkürzen verabschiedet. Wie die dänische Branchenorganisation Landbrug & Fødevarer (L&F) vergangene Woche mitteilte, wird die umstrittene Maßnahme bereits seit Anfang Juli branchenweit nicht mehr durchgeführt.
 
 
 
 
 

Schnabelkürzen nicht mehr erforderlich

Die Eierproduzenten begründen den Schritt mit zunehmenden Tierschutzbedenken und dem technischen Fortschritt, der das Schnabelkürzen nicht mehr erforderlich mache. Habe früher in den engen Käfigen stets das Risiko von Federpicken und Kannibalismus unter den Tieren bestanden, sei die Gefahr mit dem Einzug von ausgestalteten Käfigen und Bodenhaltung deutlich geringer geworden. Bei der Entscheidung geholfen hat laut L&F auch der Zuchtfortschritt: In den vergangenen Jahren habe die Zucht im Legehennenbereich für weniger aggressive Tiere gesorgt, bei denen das unerwünschte Verhalten unter vergleichbaren Umständen deutlich seltener eintrete.

Hühnerstall auf vier Rädern (17.06.2013)

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