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Geflügel

Deutsche Eierproduzenten büßten Marktanteile ein

von , am
05.04.2011

Bonn - Die Eiererzeugung in Deutschland hat im letzten Jahr abgenommen. Um den hohen Bedarf der Verbraucher zu decken, wurde verstärkt importiert.

Insgesamt 78 Menschen erkrankten nach dem Verzehr eierhaltiger Speisen von Bayern-Ei. © www.aboutpixel.de
2010 sank die deutsche Eiererzeugung im Jahresschnitt um 6,1 Prozent (%) auf nur noch 9,69 Milliarden Konsumeier. Das waren sogar 18 % weniger als 2008, als es in Deutschland noch die klassische Käfighaltung gab. Dies belegen die zwischen BLE und MEG abgestimmten Daten der Versorgungsbilanz.

Hoher Eierverbrauch macht Importe notwendig

Der Appetit der Verbraucher auf Eier war 2010 ungebrochen. Der Pro-Kopf- Verbrauch stieg um vier Eier auf 214 Stück. Der Verbrauch konnte sich somit seit dem Jahr 2005 (205 Eier) deutlich stabilisieren, von einem Pro-Kopf-Verbrauch von fast 300 Eiern wie in den 1970er-Jahren ist man aber nach wie vor weit entfernt.
 
Zur Bedarfsdeckung musste 2010 dabei vorrübergehend verstärkt auf Importware zurückgegriffen werden. Die Gesamteinfuhren von Schaleneiern und Eiprodukten belief sich auf 10,45 Milliarden Eier, das waren 10,2 % mehr als 2009. Gleichzeitig stiegen die Exporte um 3,6 % auf 2,59 Milliarden Eier. Angesichts rückläufiger Erzeugung und gestiegener Importe sank der Selbstversorgungsgrad auf nur noch auf 54,9 %. Fünf Jahre zuvor hatte er immerhin noch bei 70 % gelegen.
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