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Geflügel

Deutsche Eierproduzenten holen Marktanteile zurück

von , am
03.04.2012

Bonn - Im Jahr 2011 standen die Zeichen am Eiermarkt wieder auf Wachstum. In den Jahren zuvor war die Erzeugung regelrecht eingebrochen.

Das Unternehmen Bayern-Ei darf vorläufig keine Eier mehr verkaufen. © Mühlhausen/landpixel
Mit einer Gesamteiererzeugung von 12,53 Milliarden Eier wurden 17,3 Prozent (%) mehr Eier erzeugt als 2010 und nur noch 1,6 % weniger als 2008. Dies ergab die zwischen BLE (Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung) und MEG (Marktinfo Eier & Geflügel) abgestimmte vorläufige Versorgungsbilanz für Eier. Der Importbedarf sank mit gestiegener Erzeugung dabei drastisch.
 
Die Importe von Eiern und Eiprodukten insgesamt beliefen sich auf 8,570 Milliarden Eier, das waren 17,0 % weniger als 2010. Die Gesamtausfuhren stiegen um 9,1 % auf 2,69 Milliarden Eier. Der Pro-Kopf-Verbrauch von 214 Eiern im Jahr 2011 wurde durch die aktuellen Berechnungen bestätigt. Im Jahr 2011 dürfte der Verbrauch leicht, und zwar um zwei Eier auf 212 Eier zurückgegangen sein.

Höhere Selbstversorgung in Zukunft erwartet

In der Umstellungsphase sank die Versorgung mit deutschen Eiern deutlich. 2010 lag der Selbstversorgungsgrad im Jahresschnitt nur noch bei 55,1 %. Zeitweise dürfte dabei nur noch jedes zweite hierzulande verbrauchte Ei aus Deutschland gekommen sein. Dank steigender Erzeugung und niedrigerer Importe stieg die Selbstversorgung mit Konsumeiern laut MEG 2011 um elf Prozentpunkte auf 66,1 Prozent.
 
Ein weiterer Anstieg in 2012 ist zu erwarten. Aber auch langfristig wird der deutsche Eiermarkt traditionell noch auf Importe angewiesen bleiben. Seit der Jahrtausendwende lag der Selbstversorgungsgrad nie über 75 Prozent.
 

KAT: Was steht auf dem Ei?

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