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Geflügel

Deutsche Eierwirtschaft startet Kommunikationsoffensive

von , am
02.02.2011

Berlin - Die deutsche Eierwirtschaft will mit aufmerksamkeitsstarken Maßnahmen das Vertrauen der Verbraucher in die heimische Eiererzeugung zurückgewinnen.

Aus dem Ausland werden Eier derzeit verstärkt nachgefragt. © Iro/aboutpixel.de
Aus diesem Grund haben Vertreter dieses Produktionsbereichs vergangene Woche in Berlin die Informationsgemeinschaft Deutsches Ei (IDEi) gegründet, die als eigenständige Organisation für die Durchführung der gemeinsamen Branchenkommunikation zuständig sein soll. Die IDEi ist mit einem Etat ausgestattet, der kurzfristig von der Wirtschaft zur Verfügung gestellt werden konnte.

Eiernachfrage drastisch eingebrochen

Im Zuge des Dioxinfundes in Futtermitteln von Legehennen sei die Nachfrage nach Eiern drastisch eingebrochen, erklärte Dr. Bernd Diekmann, Vorsitzender des Bundesverbandes Deutsches Ei, der dem Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) angeschlossen ist. Dem Verbraucher müsse jetzt vermittelt werden, dass er mit gutem Gefühl Eier aus deutscher Erzeugung kaufen könne, und zwar unabhängig von der Haltungsform. Laut Diekmann wurde im Zuge der Dioxinthematik von interessierter Seite vermittelt, lediglich Eier aus ökologischer Erzeugung seien genießbar. Dies sei schlichtweg falsch, ganz unabhängig von der Tatsache, dass der Verbraucher zu keiner Zeit durch den Verzehr von Eiern gesundheitlich gefährdet gewesen sei. Dies hätten unabhängige Stellen festgestellt, beispielsweise das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Die dennoch starke Verunsicherung der Verbraucher habe sich enorm auf den Eiermarkt niedergeschlagen. So habe die Branche zeitweise Umsatzrückgänge von mehr als 20 Prozent verzeichnet.

Verbrauchern sind Umstände der Legehennenhaltung fremd

Obwohl sich der Markt nun langsam wieder beruhigt, ist sich die Wirtschaft nach Angaben von Diekmann einig, dass es mehr Transparenz hinsichtlich der Eiererzeugung bedarf, um das Vertrauen des Verbrauchers langfristig wieder zurückzugewinnen. Die deutsche Eierbranche habe verstanden, dass der Verbraucher offensichtlich auch deswegen verunsichert gewesen sei, weil ihm die Umstände der modernen Legehennenhaltung und Eiererzeugung fremd geworden seien. (AgE)
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