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Geflügel

Deutsche Geflügelwirtschaft erfreut über Haltung der EU

von , am
24.02.2010

Berlin - Der EU-Agrarrat hat am gestrigen Montag einen Vorstoß Polens, die Käfighaltung bis 2017 zu verlängern, abgelehnt. Die deutsche Geflügelwirtschaft zeigte sich erfreut über die Haltung der EU.

© Big Dutchman

Was in Deutschland bereits seit Beginn des Jahres Standard ist, soll uneingeschränkt bis Ende 2011 auch im europäischen Ausland gelten. Denn dann ist auch dort die Haltung von Legehennen in konventionellen Käfigen verboten.

"Wir begrüßen die gestrige Ablehnung im EU-Agrarrat gegenüber dem Vorstoß von Polen, die Frist für die Legehennenhaltung in konventionellen Käfigen europaweit bis 2017 zu verlängern", sagte Dr. Bernd Diekmann, Vizepräsident des ZDG Zentralverbandes der Deutschen Geflügelwirtschaft und Vorsitzender des dem ZDG angeschlossenen BDE Bundesverbandes Deutsches Ei. "Die deutsche Eierwirtschaft hat rund eine Milliarde Euro in die frühzeitige Umstellung auf tiergerechte, moderne Haltungsformen investiert und ist daher auf Rechts- und Planungssicherheit angewiesen", betont Diekmann.

Diekmann: Aigners Vorstoß zur Tierschutzkennzeichnung nicht zielführend

So erfüllten alle in Deutschland zugelassenen, modernen Haltungsformen das Kriterium der Tiergerechtheit. "Wenn der Verbraucher Orientierungshilfe beim Eierkauf benötigt, hilft der Blick auf das Ei. Ist dort im amtlichen Erzeugercode ein "DE" für Deutschland aufgedruckt, handelt es sich um ein Ei, welches in tiergerechten Haltungsformen erzeugt worden ist," rät Diekmann. Die insbesondere von Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner angestoßene Diskussion zur Tierschutzkennzeichnung sei dabei nicht zielführend. Gerade beim Eierkauf sei heute schon eine transparente Verbraucherinformation sichergestellt. "Jedwede künftige Regelung zum Tierschutz muss auf europäischer Ebene diskutiert werden und darf nicht Gegenstand nationaler Alleingänge sein," appelliert Diekmann in diesem Zusammenhang. (ots)

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