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Geflügel

Deutsche Legehennenhaltung erholt sich

von , am
12.10.2010

Bonn - Die deutsche Eiererzeugung erholt sich vom Ausstieg aus der klassischen Käfighaltung von Legehennen. Ab dem 1. Januar 2010 dürfen bei uns keine Hennen mehr in konventionellen Käfigen gehalten werden.

© digitier/Fotolia

Nach einer Prognose des Büros Marktinfo Eier & Geflügel (MEG) werden bis Jahresende voraussichtlich wieder so viele Legehennen eingestallt sein wie vor Beginn der Umstellung 2008, allerdings in tierfreundlicheren Haltungsformen. Im ersten Semester 2010 war die deutsche Eiererzeugung in Betrieben mit mehr als 3.000 Haltungsplätzen laut Angaben des Statistischen Bundesamtes gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 17 Prozent gesunken.

Im Juli betrug der Rückstand gegenüber der Vorjahreslinie noch 5,7 Prozent. In Deutschland wurde die konventionelle Käfighaltung zum 1. Januar 2010 verboten und damit zwei Jahre früher, als nach EU-Recht vorgesehen. Betroffen waren rund drei Viertel der Legehennenhaltung.

EU soll Ausstieg aus der Käfighaltung strikt durchsetzen

Der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) forderte an dem "Welteitag" nachdrücklich, die Übergangsfrist in der Europäischen Union nicht über den 1. Januar 2012 hinaus zu verlängern. Laut Informationen des ZDG wollen vor allem einige süd- und osteuropäische Mitgliedstaaten den Ausstieg aus der Käfighaltung hinausschieben. Der Bundesverband Deutsches Ei (BDE) forderte verstärkte Kontrollen der EU, damit die nicht tiergerechte Haltungsform fristgerecht abgeschafft wird. (aiz)

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