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Marktanalyse

Eiermarkt: Bescheinigungsaufwand enorm gestiegen

Eier im Karton
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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
14.08.2017

Seit Ende Juli beschäftigt der Skandal um mit Fipronil belastete Eier die Öffentlichkeit. Wie hat sich dies auf den Eiermarkt ausgewirkt?

Saisonüblich war die Verbrauchernachfrage Ende Juli ruhig, schreibt MEG-Expertin Margit Beck am Freitag im Magazin für die Geflügelwirtschaft DGS. Wie sich die aktuellen Vorkommnisse um Fipronil auf die Nachfrage von Endkonsumenten und der Eiproduktenindustrie auswirken, sei zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht zu quantifizieren. Eier würden aber weiterhin gekauft.

Viele Handelsketten setzen zuletzt primär auf deutsche Ware. Dabei haben die Anbieter jedoch einen sehr hohen Bescheinigungsaufwand. Die Auswirkung der Entscheidung eines Discounters, nur noch Ware aus negativ getesteten deutschen Betrieben anzubieten, führte zu Beginn der vergangenen Woche zu einer weiteren Irritation des Marktes.

Angebot geringer, Preise sehr uneinheitlich

Etliche Bestände in den Niederlanden könnten nach Angaben von Beck derzeit keine vermarktbaren Eier liefern. Deutsche Vermarkter nannten im Verlauf der 31. Kalenderwoche deutlich höhere Packstellenabgabepreise. Zu Beginn der 32. Kalenderwoche setzte sich diese Entwicklung nicht fort.

Zudem sahen sich etliche Melder auch nicht in der Lage, eine konkrete Preisvorstellung abzugeben. Auch niederländische Notierungen tendierten in der 31. Kalenderwoche etwas fester, wenn auch nicht so deutlich wie deutsche Preisfeststellungen. Zuletzt nannten niederländische Mitbewerber meist stabile Preise, heißt es in DGS abschließend zum Marktverlauf der vergangenen Woche.

Mit Material von Margit Beck/MEG
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