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Geflügel

Eiernachfrage noch schwach

von , am
16.10.2010

Bonn - Die Eiernachfrage der Verbraucher stagniert. In den kommenden Wochen ist aber mit einer saisonüblich anziehenden Verbrauchernachfrage zu rechnen. Die Eiproduktenindustrie ordert derzeit nicht über den laufenden Bedarf hinaus.

Viele Bodenhaltungseier

Bodenhaltungseier waren in Deutschland in großen Mengen am Markt verfügbar. Teilweise bildeten sich Überhänge, auch da Importware auf den deutschen Markt drängt. Die Offerten an deutscher Kleingruppenware sind ebenfalls umfangreich. Lediglich Freiland und Bio-Ware sind nicht reichlich.

Preise stabilisiert

Die Packstellenabgabepreise gaben zuletzt kaum noch nach. Nur noch vereinzelt gab es weitere Preisabschläge. Wie schon in der Vorwoche führte die Bereitschaft der Anbieter zu Preiskonzessionen nicht zu vermehrten Handelsaktivitäten.

Geflügelpreise fest

Die Entwicklung der Futterpreise bleibt ein wichtiges Thema am Geflügelmarkt. Die Mischfutterpreise tendierten gebietlich nochmals etwas fester. Die Erzeugerpreise für Hähnchen und Puten zogen in Folge zurückliegender Preisverhandlungen an. Dementsprechend sind auch die Schlachtereien bemüht höhere Preise durchzusetzen. Die jüngste Befragung ergab am Hähnchenmarkt aber weitgehend stabile Preise. Die Forderungen für Schenkel standen sogar etwas unter Druck. Die Schlachtereiabgabepreise für Putenbrust tendierten fest. Der Absatz von Rotfleisch hat sich belebt. Insgesamt wird die laufende Erzeugung gut vom Markt aufgenommen.

Saisongeflügelgeschäft startet

Auf Ladenstufe werden Saisonputen sowie Enten- und Ententeile nun vermehrt in Aktionen herausgestellt. Die Großhandelspreise für gefrorene Enten zogen teils an. Auch für Frischware werden Anhebungen avisiert.

{BILD:122997:jpg}Margit Beck
Marktanalystin für Eier und Geflügel
bei der MEG. Sie war bis 2009 bei der ZMP für die Bereiche Eier und Geflügel zuständig

 

 

 

 

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