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Geflügel

Eierwirtschaft befürwortet europaweite Herkunftskennzeichnung

von , am
25.03.2013

Berlin - Die deutsche Eierwirtschaft befürwortet eine EU-weit geltende Herkunftskennzeichnung von Lebensmitteln, die Eier oder Eiprodukte enthalten.

Für wen die Ausnahmeregelung gelten soll ist noch ungeklärt. © landpixel
"Der Verbraucher soll auf den ersten Blick erkennen können, aus welchem Land und aus welcher Haltungsform die weiterverarbeiteten Eier stammen - wie bei Schaleneiern auch", sagt Dr. Bernd Diekmann, Vorsitzender des Bundesverbandes Deutsches Ei (BDE) und Vizepräsident des Zentralverbandes der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG).
 
Wie der ZDG weiter mitteilt, begrüße der BDE vor diesem Hintergrund die Entschließung des Bundesrates, mit welcher die Bundesregierung aufgefordert wird, eine entsprechende Lebensmittelkennzeichnung zu prüfen und sich für eine EU-weit gültige Regelung einzusetzen. Als ersten Schritt sehe die deutsche Eierwirtschaft jedoch die vom BDE bereits mehrfach geforderte verpflichtende Herkunftskennzeichnung sämtlicher Eiprodukte und Eier, die zur Weiterverarbeitung an die Lebensmittelwirtschaft geliefert werden.

Einige EU-Mitgliedsstaaten missachten Verbot konventioneller Käfighaltung

Hintergrund für die Forderung der deutschen Eierwirtschaft ist nicht zuletzt das in einigen EU-Mitgliedsstaaten noch immer missachtete Verbot konventioneller Käfighaltung. Weil auch 15 Monate nach Inkrafttreten des Verbots EU-weit noch immer Millionen Legehennen in nicht ausgestalteten Käfigen lebten, sei nicht auszuschließen, dass importierte Süßwaren, Nudeln oder andere eihaltige Lebensmittel Eier aus nicht tierschutzkonformer Haltung enthielten, so Dr. Bernd Diekmann.
"Der Verbraucher möchte aber nicht, dass Eier aus nicht zugelassener, konventioneller Käfighaltung in verarbeiteten Lebensmitteln auf seinem Tisch landen – und wir als deutsche Eierwirtschaft wollen das auch nicht", fügt er hinzu. Schließlich habe die deutsche Eierwirtschaft mit dem Ausstieg aus der konventionellen Käfighaltung zu Jahresbeginn 2010 bereits frühzeitig auf alternative Haltungsformen umgestellt und einen dreistelligen Millionenbetrag in die Umrüstungen investiert.
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